DAS VERLORENE PARADIES

DAS VERLORENE PARADIES

  • Genre Schauspiel
  • Bühne Schauspielbühne
  • Premiere8. Februar 2020
  • Vorstellungsdauer0:00 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen0
  • Preis

Eine Bühnendichtung von der Ursünde des Menschen

„Paradise Lost“ gilt zu Recht als eines der bedeutendsten literarischen Werke der Geschichte. Es handelt sich um ein umfangreiches, zwölf Bände zählendes episches Gedicht des genialen englischen Autors John Milton, welches den Wurzeln der Sünde und des Bösen im Menschen nachgeht. Im Kontext der heutigen Zeit wirkt dieses literarische Meisterwerk des 17. Jahrhunderts wie ein ungemein aktueller Strom von Fragen, auf die wir eine Antwort erhalten wollen und müssen. An dieser Stelle können nicht alle diese Fragestellungen aufgezählt werden, als zentrale Frage erscheint jedoch jene, ob die Tatsache, dass der Mensch zum Brechen von Abmachungen und Versprechen neigt, auch wenn er die fatalen Folgen seines Tuns ahnt, aus einer beständigen Unzufriedenheit des Menschen resultiert oder ob es sich hier nur um eine Laune handelt. Wieder einmal wird nach dem Wesen jener ersten menschlichen Sünde gefragt, die als eine Art verhängnisvolles Vermächtnis unserer Vorfahren und unserer Geschichte auch als Erbsünde bezeichnet wird. Ist es wirklich möglich, dass ein Mensch der Neuzeit noch in der Lage ist, die Möglichkeit einer stillen, demütigen Einsicht in Fälle seines eigenes Versagens zuzulassen, in denen er den Weg zu wirklichem Glück finden kann?

Die Handlung verweist auf das alttestamentliche Buch der Genesis, auf die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies, nachdem eine Vereinbarung verletzt worden war, nachdem der Mensch aufgrund des Versprechens von Wollust und Erkenntnis der Versuchung erlegen war. Hat nicht auch der heutige Mensch ständig das Bedürfnis, falschen Stimmen, falschen Vorteilen und momentanem Wohlstand zu erliegen, wobei er natürliche Abmachungen mit seinem Gewissen, mit seinen Wurzeln, oder einfach nur mit seiner klaren und reinen Überzeugung davon, was gut und was schlecht ist, ignoriert? Und wie soll er andererseits das Böse erkennen, wenn es in einem goldenen Schleier gehüllt, mit einem verführerischen Lächeln oder mit einem kurzfristigen „Kitzeln“ des Ego daherkommt?

John Milton spricht eine Sprache voller Metaphern, in seinen wunderbaren Visionen wimmelt es nur so von Bildern der Hölle, des Paradieses, von gefallenen Engeln, von Kriegen um die Seele des Menschen… Es ist unsere Ambition, diese Sprache Miltons in unsere Gegenwartssprache zu übertragen und im Vermächtnis dieser geniale Renaissancepoesie klare Verweise auf die heutige Realität zu finden. Die Dramatisierung dieses ergreifenden Textes ist das Werk von Dodo Gombár, der auch als Regisseur der Inszenierung verantwortlich zeichnet.

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