Schneewittchen und die sieben Zwerge

Schneewittchen und die sieben Zwerge

  • Genre Schauspiel
  • Bühne Musikbűhne
  • Premiere6. Dezember 2008
  • Vorstellungsdauer2:20 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen93
  • Preis 450 - 480 Kč

ein lustiges Musikmärchen für die ganze Familie

Eine Geschichte, die vielleicht alle kennen – nach dem Tod der netten Königin Mutter führt der gute König eine böse Stiefmutter heim, die die Schönheit ihrer Stieftochter nicht vertragen kann. Und nachdem auch der König stirbt, beginnen schlechte Zeiten für die junge Schneewittchen. Sie kann ihr Leben nur durch die Flucht in einen tiefen dunklen Wald retten. Auf dem Ende dieser qualvollen Wanderung steht jedoch ein gemütliches Häuschen mit sieben Bettleinen – ein für Chef, ein für Hatschi, ein für Schlafmütze, ein für Pimpel, ein für Brummbär, ein für Happy und ein für Seppel. Nur die Pflege einer weiblichen Hand fehlt hier und die Bettleinen sind etwas zu klein. Jedoch die Stiefmutter erfährt, dass es Schneewittchen gelang, ihre Anschläge zu überleben und entscheidet sich deshalb, Schneewittchen persönlich loszuwerden...  

Vor dem Hintergrund des bekannten Märchens der Brüder Grimm, das leicht von der berühmten animierten Versíon von Walt Disney inspiriert ist, schaffen der Komponist Karel Cón und die Librettisten Stanislav Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán ein eigenartiges Werk, das voll von Horrorspannung, verrücktem Humor sowie märchenhafter Liebenwürdigkeit ist. Alles wird selbstverständlich mit anmutigen Liedern gewürzt. Schneewittchen und die sieben Zwerge hat alle Voraussetzungen dafür, eine angenehme Vorstellung darzustellen, welche genug Freude und Vergnügen sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen bietet. Es handelt sich also um eine angenehme Vergnügung für die ganze Familie.

Regie

  • Stano Slovák

Regieassistent

Libretto

Dramaturg

Musik

Musikeinstudierung

Chorleiter

Choreographie

  • Hana Kratochvilová - Josefiová

Arrangement der Chorparte

„Schneewittchen“ aus dem Stadttheater Brno taufte seine gelungene CD

Ondřej Doubrava 22. Dezember 2010 zdroj musical.cz

Die Weihnachtszeit ist schon traditionell die Zeit der Märchen. Kein Wunder, dass sich das Stadttheater Brno entschied, die längst verlangte und erwartete CD seines derzeit größten Hits der originellen (und darüber hinaus ganz heimischen) Autorenproduktion gerade am 26. Februar 2009 zu taufen. Es handelte sich um die CD des wahnsinnigen Musikmärchens der Autoren Karel Cón, Stano Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, die nach einem Jahr der erfolgreichen Aufführung herausgegeben wurde.
Die Taufe wurde durch den Regisseur und Mitautor des Märchens Stano Slovák eingeleitet. Er blieb doch auf der Bühne nicht lange allein, er lud nämlich die für die Taufe ganz notwendigen Personen ein – die Paten. Zu diesen wurden der andere Autor des Librettos Petr Štěpán und Schauspielerin Lucie Zedníčková, die dem Publikum mitteilte, wie viel Gefallen an „Schneewittchen“ ihre Tochter Amálka fand. Sie bedankte auch an Karel Cón für seine wunderschöne Musik und allen drei Librettisten für ihre Obersicht und Übertreibung, dank der sich bei der Märchengeschichte nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen gut unterhalten. Und der Wunsch für die CD? Sie soll doch allen Freude machen.
Zum Ehrentrunk kamen auch der schon erwähnte Autor der Musik Karel Cón (dieser dirigierte auch die ganze Vorstellung) und Schneewittchen Svetlana Slováková. Alle zusammen verlosten dann fünf Zuschauer, welche die neue CD bekamen.
Und dann begann schon ein Karussell der ausgelassenen Melodien und Witzen und die Stammzuschauer waren ganz sicher neugierig, wodurch sich die feierliche Wiederaufführung unterscheiden wird; übrigens die Improvisationen sind erlaubt. Wir zögerten nicht und erlaubten uns, einen kurzen Schnitt der besten Momente mit der netten Zustimmung des Stadttheaters Brno während der Vorstellung aufzunehmen. Gleichzeitig dient er als ein Nachweis der prächtigen Atmosphäre auf der Bühne sowie im Zuschauerraum. Er möge Ihnen gefallen.
 

Schneewittchen und die sieben Zwerge im Cancan- und Reggaerhythmus

Lucie Hřebíčková 9. Mai 2009 zdroj rozrazil-online.cz

Wahnsinniges Musikmärchen für die ganze Familie - so lautet der Untertitel eines weiteren originellen Musicals, dessen Premiere am 6. Dezember 2008 auf der Musikbühne des Stadttheater Brno stattfand. Der Komponist Karel Cón und die Librettisten Stano Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán verbanden das ursprüngliche Märchen der Gebrüder Grimm mit der Poetik a la´ Disney, gaben eine schöne Dose ihrer eigenen Phantasie zu und schufen das Stück mit dem alles sagenden Titel - Schneewittchen und die sieben Zwerge.
Gebrüder Grimm, Disney, Slovák, Šotkovský, Štěpán
Obwohl die Autoren alle Generation ins Theater locken, ist es zu bemerken (und hervorzuheben), dass sie vor allem an jene jüngste dachten. Die beinahe gruselige Geschichte nach den Brüdern Grimm über das wunderschöne Schneewittchen und die böse Stiefmutter befreiten sie von allen drastischen Szenen, verliehen ihr das Gefällige a la´ Disney sowie viele ihre eigene Einfälle und umhüllten sie in eine einfache Inszenierungsform. Im Unterschied zum ursprünglichen Märchen müssen die Kinder die nachfolgenden Alpträume nicht fürchten, denn die verachtenswerte Stiefmutter - von einem Mann in Frauenkleid dargestellt - nicht einmal dem furchtsamsten Vertreter der jüngsten Generation Angst und Bange macht. Die Autoren schreckten nicht einmal vor dem prinzipiellsten Inszenierungsproblem - Darstellung der Zwerge auf der Bühne - zurück. Es ist ganz einfach. Im Stadttheater Brno ließen sie sie aufwachsen. Und so wird Schneewittchen nicht von sieben niedlichen kleinen Männchen, sondern von gehörigen (auch wenn auch niedlichen) Kerlen, den größten Schauspielern des Ensembles, verwöhnt. Und wie kann man diese ungewöhnliche Veränderung dem Kinderzuschauer erklären?
Wieder einfach. Die Wurzel aller Böse ist die Stiefmutter, ihr Konto kann man also auch mit den Zwergen belasten. Diese sind in ihre hinausgewachsene Figur deswegen verzaubert, dass sie im Königtum mehr populär als sie waren. Frischer, origineller und vor allem funktionsfähiger Einfall. Das Publikum ist doch um seine kleine Männchen nicht gebracht. Die Stiefmutter wird bestraft, der Fluch vergeht. Und alle sieben langen Männer verstecken ihren Unterteil im Orchesterraum und über seinen Rand werfen Ersatzbeine hinüber, die in der Symbiose mit dem restlichen Körper den Eindruck der "wirklichen" Zwerge erwecken.
Eine radikale Veränderung wurde bei der Gestalt des Jägers gemacht. Dieser tritt bei den Brüdern Grimm nur in der Szene auf, in der er Schneewittchen umbringen soll. Im Stadttheater Brno wurde ihm vielmehr Raum gegeben. Auch er wird von dem Fluch der Stiefmutter behaftet, weil er ihrem Befehl nicht nachkam - mit jedem Schritt wird er um ein Jahr älter. Von seinem grausamen Schicksal ist die ganze Geschichte durchgewebt, am Ende wird er doch befreit.  
Die Kraft besteht in der Einfachheit
Der Regisseur Stano Slovák öffnet die Märchengeschichte mit einer gewissen realistischen Vorszene, in der der schon traditionell einschlafende Vati das Märchen über Schneewittchen seinem kleinen Mädchen liest. Dieses ändert sich dann im Traum in Schneewittchen, während aus dem Vati der Jäger wird. Diesen Inszenierungsrahmen kennen wir schon zum Beispiel aus dem Musical Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat, in dem die Geschichte im Rahmen der Schulakademie vorgeht. Dennoch respektiert Slovák diese Linie nicht zu viel konsequent. Besser gesagt - er respektiert sie gar nicht. Die Anfangsszene bleibt so ganz einzeln stehend, ihr Motiv erscheint dann gar nicht, was die Frage nach ihrem Sinne erweckt. Dennoch, wenn wir diesen Nachteil versehen, handelt es sich um einen gelungenen Eingang in die ganze Inszenierung, den die Erwachsenen zwar abgedroschen finden können, auf den doch die Kinder mit Lachen reagieren - auf den einschlafenden Vati, der schon schlafend Schneewittchen in Rotkäppchen umwandelt um endlich im Bett seiner Tochter einzuschlafen. Darüber hinaus zeichnet der Charakter dieser Szene vor, in welcher Richtung die Inszenierung gehen wird. Und diese Richtung ist nicht nur das Komödiengenre sondern vor allem die Einfachheit, welche die Inszenierungsform selbst sowie die Musik und den Text betrifft.
Alles wird dem Kinderzuschauer angepasst, der noch nicht weiß kompliziertere Zusammenhänge zu verstehen. Der Text und die einzelnen Gags können dem Erwachsenen manchmal naiv und einfach lauten, sie entsprechen dennoch völlig dem überwiegenden Teil des Publikums, also den Kindern. Die erwähnte Einfachheit wird auch von erheblicher Stilisierung unterstützt, die vor allem in der Bewegung der einzelnen Gestalten, vor allem der Stiefmutter, des Schneewittchens und der Zwergen, und in der Intonation zu sehen ist. Gerade diese wird oft in bedeutend ausgeprägter Form verwendet, die ehr der Rede der "Schauspieler" entspricht, die für die Kinder in Schulen und Kindergärten spielen. Insbesondere Schneewittchen könnte mehr "zivil" werden, weil nicht einmal der kleinste Zuschauer so naiv ist.
Auch wenn sich die Autoren vor allem an die Kinder orientieren, ist es zu bemerken, dass dank der Regie und der Improvisierungskunst der Schauspieler alle Bewohnergruppen auf ihre Kosten kommen. Während der Kinderzuschauer vergnügt sich vor allem mit den Gags der Zwergen, das Interesse der Teenagers wird zum Beispiel von Pimpels Bemerkung geweckt, dass er gerade "unten in Bergwerk" (im Tschechischen "dole v dole") war (jemanden kommt sicher der Name der entsprechenden Musikgruppe in Sinn), und die noch ältere belustigt auch Pimpel, der unter einem Dachfels hinter einem Schlehebusch schläft, insbesondere wenn seine Kollegen seine unbehaarte Beine mit dem Satz „to máš holý“ bewerten. Schade nur, dass diese häufigste "Quelle" der Komik, also die Zwergen, von der Regie nicht konsequenter geführt wird. Hatschi niest zwar manchmal, aber zum Beispiel Brummbär, Seppl oder Schlafmütze vermissen diese ihre charakteristischen Züge.
Cancan, Reggae, usw.
Ein markanter Partner der Regie ist die Musik von Karel Cón. Dieser stellt sich als Musicalautor im Stadttheater Brno zum ersten Mal vor, auch wenn mehrere ähnliche Werke auf seinem Konto schon stehen. Cón komponierte ganz im Geiste der Inszenierung. Seine Musik ist einfach, melodisch, spielerisch und leicht bemerkbar. Unter die typischen Musicalmelodien komponierte er auch die gut bekannten Rhythmen, so dass die Zwerge bei dem Reggaerhythmus in die Arbeit gehen oder das Jahr mittels des Cancans beschreiben, den sie auch zu tanzen wissen. Diese Mischung von unterschiedlichen Stils und Genres wirkt ganz natürlich und ist eine angenehme rhythmische und melodische Erfrischung des Musicalgenres selbst. Sogar der erwähnte Cancan wirkt diesmal nicht billig, wie wir gewöhnt sind, ihn zu sehen und hören.
Die Musik ist also ein sehr farbiger Bestandteil der ganzen Inszenierung.
Im Tanz der Waldfrüchte
Der Regisseur setzte die Inszenierung auf die Szene der bewährten Bühnenbildner Jaroslav Milfajt und Andrea Kučerová. Die Vorstellung wird von einer Burg a la´ Disney eröffnet, die von zwei runden Türmen mit vielen kleinern, ebenso runden Türmchen gebildet ist. Dem gezeichneten Muster entsprechen auch die weiße Abstimmung und der lila Kostüm der Stiefmutter. Sämtliche Inspiration durch Disneys Werkstatt endet doch hier. Zwischen die Türme komponierte Milfajt den Zauberspiegel, der scheint, aus Scherben hergestellt zu sein. Diese sind doch sinnvoll so angeordnet, dass sie die sich bewegenden Augen und den Mund ausbilden. Der Spiegel spricht nicht nur, respektiv singt, aber er ist auch ein sehr lebendiger Bestandteil der Szenographie. Sowie die Holzhütte der Zwergen, die - ähnlich wie ein Puppenhäuschen - geöffnet sein kann. Aus dem Außenraum kommen wir sofort hinein, unter die Miniaturbette und Miniaturstühle.
Die eindeutig beste Sache sind doch die Kostüme der personifizierten Waldfrüchte, auch diese aus Milfajts Werkstatt, die dank ihrer realistischen, doch bedeutend überdimensionierten Ausführung den Wald selbst sowie seine Geheimnisse symbolisieren. Jede Gestalt trägt auf dem Kopf eine konkrete Frucht - Eichel, Kastanie oder Fliegenpilz - der Rest des Körpers ist von Blättern gedeckt. Alles im entsprechenden Maßstab sowie Farben.
Das Spektrum der Kostüme ergänzt dann Andrea Kučerová mit den Entwürfen für andere Gestalten. Diese entsprechen mehr oder weniger dem Charakter der jeweiligen Gestalt. Die Stiefmutter hat schon traditionell ein dunkellila Kleid, Symbol des Bösen, Schneewittchen trägt ein einfaches Kleid mit rotem Band bei der Taille und im Haar. Den einfallsreichsten Kostüm tragen doch die Zwerge, denen alle Kleider absichtlich klein sind (denn nur sie aufwuchsen). Die bunte Skala der kürzen Hosen, Blusen und Hosenträgern wird von kleinen farbigen Kappen vervollständigt, die in wahnsinnig zerzausten Perücken gesetzt sind.
Wenn die Frau von einem Mann dargestellt wird
Die Musik sowie die Kostüme bilden festen Boden für die schauspielerische Aktion. Unter seinen Kollegen ragt Jan Apolenář als die böse Stiefmutter (alterniert mit Milan Němec) ganz eindeutig hervor. Apolenář wusste sich mit seiner Situation eines Mannes in weiblicher Rolle ausgezeichnet abzufinden und fand eine dieser Situation entsprechende Lage. Er übertreibt die Gesten nicht, er versucht nicht, die vorgeblich weiblichen Bewegungen zu übertreiben. Im Frauenkleid bewegt er sich fast natürlich, er hilft sich mit markanter Mimik und gründlicher Intonation. Gerade die zwei letzt genannten Elemente seines Ausdrucks werden zu Quelle von vielen komischen Auftritten, die von Apolenář noch um seine eigene improvisierte Erläuterungen bereichert sind - zum Beispiel wenn er als die Stiefmutter Schneewittchen zu Bienen sendet, sagt er: "Und nimm keinen Helm, die Bienen fürchten davor." Der Komik von Apolenář, die auf dem Gleichgewichtszustand zwischen dem Realistischen und Stilisierten besteht, sekundieren erfolgreich die Zwerge, die doch ehr wie ein Mann als sieben Individuen auftreten. Der Witz geht also von ihrer gegenseitigen Konfrontation und vor allem von der Witzigkeit des Texts aus; dieser bietet einen Raum zu Wortspielen sowie zu Intonationsspielen. Größere Aufmerksamkeit zieht Igor Ondříček als allwissender Chef, der aber, auch wenn er danach strebt, sein komisches Talent diesmal nicht ausnutzen kann, weil seiner Gestalt keine größere Komik zugeteilt wurde. In diesem Sinn ragt vor allem Vojtěch Blahuta als Pimpel neben ihm hervor, der seine Rolle vor allem auf markanter Mimik baut. In den weiteren Rollen der Zwerge sehen wir dann Jiří Mach (Brummbär), Jakub Uličník (Hatschi), Lukáš Vlček (Schlafmütz), Jakub Przebinda (Seppl) und Michal Matěj (Happy). Auch diese alle werden alterniert. Zu den besten schauspielerischen Leistungen gehören auch der Vati und Jäger in der Darbietung von Petr Štěpán. Štěpán stellt zuerst - als einschlafender Vati - die komische Lage dar, dann verwandelt sich in den Jäger, der von einem bösen Fluch verfolgt wird. Schrittweise wird er zu einem ermüdeten Alten, der in dem Moment, wann er aus den letzten Kräften einen Baum umarmt um mit ihm zu verwachsen, Mitleid bei allen Zuschauern erregt.
Das schwächste Glied ist im Gegenteil das Schneewittchen selbst - in der Darbietung von Radka Coufalová. Dieser Gestalt nahmen die Autoren die vollkommene Naivität ab, Schneewittchen weiß sich scharf zu verschanzen sowie ihre Wirte durchzutreiben. Coufalová verlässt sich doch zu viel auf ihr "Prinzessaussehen", ihr Ausdruck ist erheblich stilisiert und ihre unsichere Intonation entspricht vielmehr einer Dilettantenschauspielerin.
Die Gruppe der Hauptgestalten wird noch vom Spiegel, den Marta Prokopová und Petr Šmiřák mit ihrem hochwertigen Gesang beleben, und vom Prinz Robert Jícha vervollständigt.
Gemeinsam für alle Gestalten und ihre Darsteller ist ein ungewöhnlich guter und in Intonation ausgewogener Gesangteil.
Das Musical Schneewittchen und die sieben Zwerge bietet seinen Zuschauern eine neue Form des traditionellen Themas an, die dank ihrer hochwertigen Einfachheit weiß, nicht nur die Aufmerksamkeit des Kinderzuschauers zu halten sondern auch seine Elter zu erfreuen.
 

Wie macht man das Märchenmusical

Michal Novák 16. April 2009 zdroj I-divadlo.cz

            Es scheint, dass es unmöglich ist, im Märchen über Schneewittchen etwas Neues zu finden ohne Neuererpurzel machen zu müssen; die Geschichte kann im Theater mehr oder weniger erfolgreich erzählt sein. Solche Ambition wäre doch für das Stadttheater Brno zu bescheiden. Hier arbeitet man gleich mit der schwierigen Aufgabe, ein Musical für die ganze Familie zu machen. Und vielleicht auch das war nur das Sprungbrett für die Autoren, einen kreativen Wirbelsturm und eine Reihe von einzigartigen Momenten auszubilden, wegen denen sie sich das Schneewittchen und die sieben Zwerge nicht können entgehen lassen. Den Stoff erfasste "nach ihrer Weise" eine Gruppe der generationsverwandten Autoren, namentlich Schauspieler und Regisseur Stano Slovák, Dramaturg Jan Šotkovský und Schauspieler Petr Štěpán, die zusammen am Libretto sowie an sämtlichen Liedertexten arbeiteten und sich durch alles inspirierten, wodurch sich inspirierten konnten. Durch die ursprünglichen literarischen Versionen des Märchens, sowie durch die schon Klassik gewordenen Disney Versionen. Ihre Autorenkonzeption geht dabei von einer anscheinend einfachen Grundlage aus - humorvoller und ein bisschen ironischer Obenansicht der notorisch bekannten Geschichte. Sie lassen sich nicht einmal schwarzen Humor entgehen. Hier schauen sie aus der Sicht eines Kindes und bieten ihm eine unwiderstehliche Identifizierung mit den Märchenhelden an (über Warnung vor "Geschenken" von fremden Personen ganz zu schweigen), aber gleichzeitig, im zweiten Plan, genießen auch die Erwachsenen. Zusammen entsteht so eine intelligente Unterhaltung für alle Alterstufen und ich erinnere mich nicht, wo eine ähnliche Diversifikation der Witze oder Situationen den Familiencharakter des Projekts so unterstreichen würde.
            Der Erfolg des Schneewittchens in Brno geht davon aus, dass es immer ein klassisches Märchen bleibt, das die Erzählungslinie respektiert aber trotzdem in seiner Haut bleibt und im Vielen originell ist. Das Musical weiß das Publikum auch mit der Musik von Karel Cón hinzureißen. Diese konnte als elektrisch, in einigen Passagen als monumental, in anderen als ausgelassen charakterisiert sein; sie ist voll von Annehmlichkeit und sie versteckt sogar einige kleine Zitierungen aus bekannten Musicals in sich; sie können sich also mit ihrer Entdeckung unterhalten (man kann vorsagen, dass einige werden im Stadttheater Brno auch gespielt). Doch der Zwergcancan (nebenbei, für die Kinder mit witzigem Text) ist ein voll gestandener Offenbach. Viele Genres und der "Klang" dieses Musicals könnten vielleicht einen unkundigen Zuschauer verwirren, dass es sich um ein "Broadwaymusical" (nicht aus Prag) handelt.
            Ich verdächtige die Autoren, dass sie sämtliche Lehrsätze aus dem Lehrbuch abgeschrieben, wie ein Theater für (gegenwärtige) Kinder gemacht sein soll. Also wenn ein solches Lehrbuch existieren würde. Der Kinderzuschauer ist im Vielen ein spezifischer Beobachter oder sogar Bewerter und er braucht eindeutige Definitionen auch bei dem Crazystil der Inszenierung. Seine Wahrnehmung des Guten und Bösen erfordert klare Identifizierung mit beiden Ebenen der Märchenwelt. Er darf nicht tappen. Der Repräsentant des Bösen ist natürlich die Stiefmutter. Wenn sie in ihrer ganzen Suggestivität auf der Bühne erscheint und ihr erstes Gespräch mit Zauberspiegel führt, pflanzt sich in der Kinderseele Angst an. Die Stiefmutter ist so überzeugend, dass kleinere Kinder im Zuschauerraum beinahe weinen beginnen. Doch die drei Librettisten müssten keine Schelmerei in Blut haben, wenn sie die Angst in der Kinderseele sich einnisten lassen würden. Der gruseligen Figur der mächtigen Zauber geben sie sofort eine Reihe von komischen Zeichen zu, wodurch sie in den Kinderaugen zwar gefährlich, aber in ihrem Wesen unschädlich und witzig wird. Jeder Auftritt der Stiefmutter wird also mit Begeisterung erwartet und nebenher wissen wir doch, dass Schneewittchen, die sieben Zwerge und der Prinz mit gemeinsamen Kräften siegen werden. Ein ähnliches Prinzip der Arbeit mit den Kinderemotionen nutzt der Regisseur Stano Slovák auch in der Szene "Gespensterhafter Wald" aus, mit der wir schon ganz der Welt der Phantasie verfallen.
            Natürliche Angst vor Dunkel und vergrößerten Vorstellungen ändert sich schnell in die Feststellung, dass der dunkle Wald dem Schneewittchen nicht schaden kann. Die Handlungslinie geht dann mit dem Treffen mit den Zwergen, mit der Verzauberung des Jägers, mit drei Treffen des naiven Schneewittchens mit der verkleideten Stiefmutter und mit drei Tode des Schneewittchens, mit seiner Rettung und endlich mit gerechter Verstrafung des Bösen voran. Die Zwergen in der Inszenierung von Slovák sind, wie erwartet, die Träger arglosen und niedlich infantilen Humors. Jeden Tag gehen sie ab, um die Diamanten in Bergwerken zu schürfen, respektieren ihre anmutigen Rituale und mit ihren Taten machen sie ihren Namen Ehre. Und, was für das Ausklingen eines Märchens wichtig ist, ziehen sie am gleichen Strang. Doch, oha! Die Zwerge sind ein bisschen angewachsen. In kleine Kleider sind nämlich die größten Mitglieder des Ensembles des Stadttheaters Brno angekleidet. Was dieser siebenköpfigen Suite passierte, das wird uns der Leiter der Zwerge natürlich erklären (ja, auch diese wurden von der bösen Stiefmutter verzaubert). Aus der Seite der Autoren handelt es sich um einen ausgezeichneten Witz, der dem ausgelassenen Treiben der Zwerge noch etwas zugibt.
            Die zweite ist die originelle Auffassung von der Stiefmutter. Sie wird von einem Mann dargestellt. Denn, den Wörtern des Regisseurs nach, keine Frau wäre imstande, so übel zu tun. Die hinreißende Interpretierung (Milan Němec) bestätigte nur, was für einen voraussehenden Zug es war. Nicht wegen billiger Transvestity Show, aber im Interesse der Gradierung der komischen Wirkung. Die ungeheuerlich selbstbewusste Stiefmutter in der Darbietung von Milana Němec scheint, unter dem perfekten Schminken alle mögliche Essenzen der Schmeichelei, Geriebenheit oder der bloßen 
Wut, dass sie nicht die schönste Person im Königsreich ist, gesammelt zu haben. Insbesondere die Szenen, wann er zum Schneewittchen verkleidet kommt, sind ein perfektes Muster der schauspielerischen Kreativität im Bereich "negative Gestalt". Němec weiß die Bühne mit Glotzen, Hupfen, Listen, süßen Wörtern oder mit den mit wütendem Ausrufezeichnen beendeten Gesten zu beherrschen und in einem Nervenkrampf scheint er in den vergifteten Apfel selbst zu beißen. Die Falschheit der Gestalt zeichnet er bewundernswert im Bild "Schal" durch springende Gesangmodulierung. Als ob der Chamäleon zu singen könnte und sich mit jedem Ton änderte!
            Die Bühne, durch die magische Hand von Jaroslav Milfajt vorbereitet, und die choreographische Verspieltheit von Hana Kratochvilová-Josefiová entwickeln zusammen vor allem die Phantasieebene des Märchenthemas. Zuerst erscheit vor uns ein typisches Disneyschloss, in dem sich die Höflinge wie in einem Zeitwerk und mit einem Schlüssel gespannt verkümmern. Wir verlassen den effektvollen Prolog und mit einem "Zoom" sehen wir in das dunkelste Zimmer mit dem Zauberspiegel (und sogar singendem Spiegel) ein. Der Zweigesang der männlichen und weiblichen Stimme, das Eingangsentree der Stiefmutter und das Zaubern mit Gläsern und mit dem Bild des Schneewittchens bilden eine andere hinreißende Szene aus. Dann staunen wir nicht mehr, mit welcher bildnerischen und beweglichen Leichtigkeit die Autoren die "Waldfrüchte" im dunkeln Wald tanzen lassen. Ein weiteres "Zoom" stellt den Zuschauern den Raum vor der Zwerghütte vor, und unmittelbar darauf auch innen. Hier gibt es ganz natürlich Raum für Herumtollen der Zwerge und für die lustigen Tanznummern zusammen mit dem Schneewittchen. Das ist doch nichts im Vergleich mit dem choreographischen Gipfel des Abends - das ist der "Schluss-Deathdance" der Stiefmutter, der die Zwerge Zauberschuhe aufsetzten, solche Schuhe, die jeden bösen Mensch zum Tode bringen. Milan Němec führt eine so hinreißende Bewegungsclownnummer vor (die von ihm selbst ausgezeichnet kommentiert wird), dass die Zuschauern bedauern, wenn er an ihrem Ende vom Erdboden verschluckt wird.
            Man kann scheinen, dass der Gestalt des Schneewittchens in dieser Inszenierung nicht zu großer Raum gegeben war und dass die Aufmerksamkeit der Zuschauer der Gestalten der Zwerge und der Stiefmutter gehört. Es ist nicht so. Das Schneewittchen dominiert mit seiner Anmut (der Spiegel weiß einfach nicht zu lügen) und es ist eher ein ruhigerer Gegenpol der Crazy-Handlung auf der Bühne. Svetlana Slováková erfüllt die Vorstellungen der Kinder über das Aussehen des Schneewittchens bis zum kleinsten Detail; darüber hinaus zeigt sie ihnen gerade jene Angstgefühle, die den Kindern nicht unbekannt sind, sowie den verräterischen Charakter der Zutraulichkeit. In der Zwerghütte erwacht manchmal in ihr ganz natürlich der fast gefährliche weibliche Pragmatiksinn, was sicher die Väter vergnügt bemerken werden
            Auch den schauspielerischen oder sängerischen Leistungen verdienen die folgenden erwähnt zu sein: von Rastislav Gajdoš (Jäger), Aleš Slanina (Prinz) und von den sieben hinausgewachsenen Zwergen vor allem Ladislav Kolář (Chef), Dušan Vitázek (Brummbär) oder Alan Novotný (Seppl). Im Stadttheater Brno entstand aus dem abgedroschenen Sujet des Märchens mit Horrorelementen eine außerordentliche Schau. Es ist auch interessant, dass sie sich mit der zunehmenden Reprisenzahl um eine ganze Reihe der Wortspiele bereichert, welche eine große Chance haben, mindestens in Brno populär zu werden. Alles ging gut aus, also nur mit der Tatsache, dass an den weiteren Tagen das Zwergfrühstück wieder von Seppl anstelle des Schneewittchens zubereitet wird. Diese Zweige werden doch sicher das Problem auslösen: sie werden auf Rotkäppchen warten.
           
 

Das Schneewittchen gefällt den Kindern und auch ihrer Garde

Vladimír Čech 1. Februar 2009 zdroj Anlage - Kam

Das Märchenmusical, durch das gleichnamige Märchen von Gebrüder Grimm inspiriert und durch weltberühmte animierte Version von Walt Disney fein geduftet, ist ein Kind durchaus aus der heimischen Autorenwiege: die Musik wurde von Karel Cón komponiert, welcher hier zusammen mit Karel Albrecht in der Rolle des Dirigenten und Autors der Musikeinstudierung auftritt, das Libretto und die Liedertexte wurden von Stanislav Slovák, von dem Dramaturgen Jan Šotkovský und Petr Štěpán geschrieben. Für Štěpán und Slovák, der sich auch der Regie annahm, ist dieses Textbuch ihr Librettodebüt. Und erfolgreiches Debüt.
           
Auch wenn der Zuschauerraum vor allem voll von Kindern ist, kommt nicht einmal ihre Begleitung zu kurz. Also sich in die ganze Familie zu treffen, unterschiedlichste Generationen anzusprechen und sie intelligent zu unterhalten - das gelang sich ausgezeichnet. Aufrichtige Ovationen und unmittelbare Reaktionen in Couloirs nach der Premiere bestätigten es eindeutig. Das, womit das "Schneewittchen" am meisten erfreut, ist ihre Aufrichtigkeit, humorvolle Obersicht und Witz. Cón experimentiert in seiner Partitur sicher, er bleibt ehr im Mittelstrom, seinen Melodien und Rhythmen fehlt die erwünschte Lyrik und rasanteres Tempo nicht, das natürlich vor allem den sieben Zwergen eigen ist. Dazu kann vielleicht auch das Publikum hinzukommen. Und so bemerkt man endlich nicht, dass die mehr einschmeichelnde Musikpassage kein Hit von Cón ist, sondern reizbare Zitierung des populären Cancans von Offenbach.
           
Das Märchen Schneewittchen und die sieben Zwerge bleibt im Stadttheater Brno noch immer ein klassisches Märchen, auch wenn es in gewissen Aspekten ein bisschen verkehrt ist. Es wird von einem verschlafenen Vati seiner Tochter erzählt, der - früher als das Mädchen - vom Schlafen überwunden ist. Und wenn sie feststellen, dass der erste Zwerge - Doc - vom "Klachel" Igor Ondříček dargestellt wird (der alternierende Ladislav Kolář ist auch kein Kleinchen), dann werden sie sich sagen, ob in diesem gigantischen Wuchs der Zwergsuite ein böser Zauber der Stiefmutter nicht steckt. Wenn doch die Zwergen am Schluss vom Zauber befreit sind und wieder Erdmännchen werden, und sie, sehr geehrte Leser, jetzt nicht erfinden können, wie es von denselben sieben Schauspielern realisiert wird, werden es ihnen diese Zeilen nicht verraten. Es würde ihnen das Überraschungsmoment gestohlen. Und diese sind in der Vorstellung viele. Sie sind hier wirklich auf Rosen gebettet, und zwar dank der einfallsreichen Szene von Jaroslav Milfajt (er entwarf auch die Kostüme der Waldfrüchte; die anderen Kostüme entstanden gemäß den Entwürfen von Andrea Kučerová).
           
Bei der Premiere waren die Schauspieler mit der Energie geladen und sie produzierten sich mit offensichtlicher Begeisterung. Die größten Ovationen gehörten dann mit Recht der bösen Stiefmutter in der Darbietung von Jan Apolenář (Alternierung Milan Němec), die zwar von der unterwürfigen Karikatur eines reifen Weibs entfernt war, aber deren Auffassung nicht von großem Stück humorvoller Obersicht frei war. Die Sympathien der Zuschauer gewann auch Radka Coufalová als die Titelgestalt Schneewittchen (Alternierung Svetlana Slováková). Und auch alle anderen....
 

Schneewittchen und die sieben Zwerge

Naděžda Parmová 20. Januar 2009 zdroj Zrcadlo Blanenska a Boskovicka

Spiegel + Schneewittchen. Was haben sie gemein? Richtig, sie gehören in das Märchen der Gebrüder Grimm. Der Spiegel ist zauberhaft und Schneewittchen wunderschön. Wer von den Kleinen und Erwachsenen kann widerstehen? Gerade auf dieser Idee bauten ihr "Familienmusical" die Mitglieder des Ensembles des Stadttheaters Brno – Stanislav Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán aus. Stano Slovák ergriff auch die Regie. Humorvoller und witziger Jan Šotkovský erklärte an der Pressekonferenz den Bildungsprozess bei der Vorbereitung des Librettos, die vorwiegen in der Nacht erfolgte. Kein Wunder, Slovák sowie Štěpán spielen jeden Abend. Es ist ein Musical, wir erwarten also Lieder und Musik. Diese wurde von Karel Cón geliefert, wie immer professionell und aus vielen Genres. Zum Beispiel der Abgang der Zwerge in Bergwerk wird von Samba begleitet, die die Kinder in Vorderreihen aus den Sitzen hob; sie tanzten einfach so im Durchgang. Die Handlung dieses Märchens ist traditionell bekannt, untraditionell ist im Musical die Gestalt der bösen Königin - sie wird von Jan Apolenář und Milan Němec alterniert. Warum von den Männern? Die Stiefmutter muss so gewaltig bös sein, dass so bös eine Frau vielleicht nicht sein kann. Die Komik des schönen Apolenář ist ein Erlebnis für die Erwachsenen, die Kinder sind vor Schrecken erlähmt. 
           
Ein Problem waren die Zwerge. Entweder Kinder oder die sieben kleinsten Mitglieder des Ensembles auswählen oder am Horizont spielen. Die Autoren wandten es einfach. Ursprünglich waren die Zwerge winzig kleine Diener im Königsgarten, aber weil sie viel über die Königin wussten, verzauberte sie sie in große. Sie leben in einem tiefen Wald, haben ihre eigenen Probleme mit kleinen Betten, Essen und Saubermachen. Schneewittchen ist ihre Rettung. Sie weiß doch nicht, der bösen Stiefmutter dreimal zu widerstehen, so liegt sie dann in einer schönen Glastruhle und der zu spät gekommene Prinz (Robert Jícha) singt für sie wunderschön. Alle Zwerge müssen ihn angestrengt überreden, Schneewittchen zu küssen und dann...
           
Die Szene von Jaroslav Milfajt geht von dem Holzbaukasten - wunderschön farbig und bei Erleuchtung märchenhaft wirkend - aus. Die Kostüme von Andrea Kučerová entsprechen dem Empirestil des 19. Jahrhunderts.
           
Glauben sie, sie werden es zusammen mit ihren Kindern genießen. Dem jungen Autorenteam wünschen wir mehrere solche Einfälle.
 
 

Schneewittchen, riesengroße Zwerge und faszinierende Stiefmutter

Lenka Suchá 5. Januar 2009 zdroj Brněnský deník

Seit dem Dezember führt das Stadttheater Brno auf seiner Musikbühne das originelle tschechische Musical nach den Motiven des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm. 
Nach der durch Jahre überprüften Klassik zu greifen und sie in einen neuzeitlichen, modernen Stoff zu bearbeiten, das erfordert immer genug Mut. Um so mehr, wenn es sich um ein notorisch bekanntes Märchen handelt, mit dem schon mehrere Kindergenerationen aufwuchsen. Und darüber hinaus ist es im Auge zu behalten, dass der Kinderzuschauer der meist kritisch ist und mit seinen Reaktionen kompromisslos offenbart, was ihn fesselte und was ihn im Gegenteil langweilt. 
Das vierköpfige Team des Stadttheaters Brno in der Zusammensetzung Karel  Cón (Musik), Stano Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán (Libretto), das die eigenartige Version des Märchens Schneewittchen und die sieben Zwerge in der Dezemberpremiere auf der Musikbühne aufführte, wusste sich doch mit alles zu helfen. Bei den beiden bekannten Schauspielern aus dem Ensemble des Theaters handelte sich dabei um ihr Autorendebüt, für Stano Slovák war es erst die zweite professionelle Regie. 
Bei der Bearbeitung des Texts in die Form eines "verrückten Musicalmärchens für die ganze Familie" inspirierte sich das Autorenquartett durch die Klassik der Gebrüder Grimm sowie durch die weltberühmte Zeichentrickversion von Walt Disney. Die Grundgeschichte, einschließlich des glücklichen Endes, wurde von den Autoren erhalten, sie würzten sie doch mit einigen Neuheiten. 
Jene grundsätzlichste ist die Besetzung der Schlüsselrolle der Stiefmutter von einem Mann. Das Motiv der Autoren war angeblich die Überlegung, dass "eine so böse und grausame Person keine Frau sein konnte". Ihre riskante Handlung lohnte sich aus, großenteils auch dank der ausgezeichneten Leistung von Jan Apolenář, der nach Sebastian von Steinberg in der Hölle einen anderen verbogenen Charakter in sein Register der Gestalten zugibt. Nach dem anfänglichen, beinahe tranvestitischen Auftritt weißt Apolenář seine Gestallt bravourös einzuspielen. Er weiß egozentrisch zufrieden, schmeichlerisch lieb sowie grausam gefühllos zu sein. Das alles noch mit unverhohlner Begeisterung. Und fast nebenbei gibt er die sicher gesungenen, anspruchvollen Parte und während ganzer Zeit auch bewundernswerte Sicherheit und Eleganz bei dem Gehen auf Absätzen noch zu!
Das auf eine bis faszinierende Weise verkörperte Böse schiebt also in der ganzen Geschichte die Hauptgestalt und die einzige weibliche Energie auf der Bühne - Schneewittchen - in den Hintergrund. Und auch trotzdem, dass diese Gestalt in der Darbietung von Radka Coufalová alle Tätigkeiten, wie wir sie aus dem Märchen kennen, nach und nach ausübt: sie räumt das Haus der Zwerge auf, bereitet ihnen die Frühstücke zu, schläft ein und erlebt wieder, findet sein Glück in den Armen des Prinzen... 
Den Kontakt mit dem Kinderpublikum knüpfen am einfachsten die Zwerge Chef, Happy, Schlafmütze, Hatschi, Pimpel, Brummbär und Seppel an, denen neben den witzigen Dialogen auch die einschmeichelnden Melodien, die Choreographien voll von Energie sowie die ungewöhnlichen Antritte durch den Orchesterraum helfen. Und nachdem sie es in ihrem Anfangslied selbst erklären, werden sie nicht mehr tappen, warum sie eher wie die Riese aussehen. Und auch wenn die Betten ihnen jetzt ein bisschen klein sind, blieben ihnen die Attribute des Zwergverhaltens, wie zum Beispiel Schürfarbeit in Bergwerken. 
Was die musikalische Seite betrifft, nutzt die Inszenierung alle möglichen Genre aus, die mit ihrem Rhythmus mit der Handlung korrespondieren (Marsch, Samba, Blues, Walzer). Und in einem Moment ist auch der mehrstimmige Zwergchor in der Form "a capella" zu hören. 
Die Märchentraumcharakter und dabei die Zweckmäßigkeit dekorieren die von Jaroslav Milfajt ausgebildete Szene, der nicht nur den Königsschloss mit pittoresken Türmchen, sondern auch das Holzhaus der Zwerge, den Gespensterwald mit den lebendig gemachten Waldfrüchten und das Gemach der Stiefmutter mit dem singenden Zauberspiegel einfallsreich schuf. Um die Innen- sowie Außenrealien auszubilden, half er sich geschickt mit technischen Errungenschaften, die die Musikbühne anbietet (Drehbühne, ausfahrbare Bühne, Einschuböffnung). 
In der Autorenwerkstatt des Stadttheaters Brno entstand so eine einfach dargestellte Geschichte mit den Attributen spielerisch, liebenswürdig, humorvoll, verrückt. Falls sich die Autoren am Anfang das Ziel setzten, die kleinen sowie erwachsenen Zuschauer zu fesseln, gelang es ihnen. 
Es wird vor allem durch die Reaktionen der Kinder bestätig, die bei der Vorstellung die Handlung manchmal laut kommentieren oder die Lieder summen. Falls Sie also in den gegenwärtigen eiskalten Tagen nicht wissen werden, wie Ihre Kinder beschäftigen, nehmen Sie sie ins Theater. Zu sieben geht alles besser. 

Die größten Zwerge sind im Stadttheater Brno

Jana Svozilová 1. Januar 2009 zdroj Kult

Als die vierte Inszenierung diesjähriger Saison wurde im Stadttheater Brno ein wirklicher Kassenreißer in Szene gesetzt. Am Anfang Dezember fand die Premiere des verrückten Musicalmärchens Schneewittchen und die sieben Zwerge statt, das für die ganze Familie bestimmt ist. 
Das Libretto der Vorstellung, das vom weltberühmten Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm ausgeht, ist das Werk des Trios Stano Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán. Der erst erwähnte ist auch der Regisseur dieses Stücks. Die temperamentvolle, geschmeidige und einschmeichelnde Musik stammt aus der Feder von Karel Cón, der manchmal zu notorisch bekannten Melodien abschweift. Von diesen ist mindestens "Zwergcancan" von Jacques Offenbach zu nennen.
Die Szene, welche die wirklich märchenhafte Atmosphäre bildet, ist zusammen mit den Kostümen der Waldfrüchte das Werk des Hofbühnenbildners Jaroslav Milfajt. Die Kostüme der verrückten Zwerge, des anmutigen Schneewittchens, der selbstgefälligen Stiftmutter oder der Höflingen wurden von Andrea Kučerová entworfen. Und sie entledigte sich ihrer Aufgabe ausgezeichnet. Die Szene, Kostüme oder Choreographie von Hana Kratochvilová greifen wie die Stücke Puzzle ineinander und bilden zusammen eine zauberhafte Märchenwelt, in der nicht einmal Übertreibung und gelungene Gags fehlen. Ein unstreitiger Vorteil der Vorstellung ist auch das Licht- und Tondesign. Wirkungsvoll ist zum Beispiel der Klang des Gespensterwalds oder die Spülung der Stiftmutter am Schluss. 
Slováks Schneewittchen ist voll von Überraschungen. Eine von diesen ist zum Beispiel die Tatsache, dass die Rollen der Zwerge mit den höchsten Mitgliedern des Musicalensembles des Theaters besetzt wurden. Diese Tatsache ist in der Geschichte elegant erklärt. Die böse Stiftmutter verzauberte die beliebten Zwerge und so wurden sie zu den größten Zwergen der ganzen Welt. Im Vergleich mit Igor Ondříček, Dušan Vítázek, Ján Jackuliak, Lukáš Vlček oder Michal Matěj wirkt Radka Coufalová als Schneewittchen (in der Alternierung mit Svetlana Slováková)  wirklich subtil und ätherisch. Ein anderer Witz des Regisseurs ist der Darsteller der Stiftmutter. Absolut bravourös stellen diese ziemlich anspruchsvolle Rolle Jan Apolenář oder Milan Němec dar. Bei dem erwachsenen Publikum ist es gerade die Stiftmutter, wer die größten Ovationen bekommt. Bei den Kindern gewinnt dann eindeutig die bekannte Sieben. 
Schneewittchen und die sieben Zwerge ist ein Theatergeschenk für die Zuschauer aller Alterstufen. Wünschen wir also diesem neusten Zuwachs des Theater, dass er im Spielplan lange bleibt. Er verdient es.

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ - bezauberndes Märchen mit großem Stück Übertreibung!

Ondřej Doubrava 17. Dezember 2008 zdroj Musical.cz

Eine der Aufgaben der Musicalservers ist, die neuesten Rezensionen, von einigen auch Kritiken genannt, zu veröffentlichen... Aber manchmal ist es für einen solchen "Kritiker" wirklich schwierig, weil er sich manchmal in das vorgeführte Werk so verlieben kann, dass er ihm alle seinen kleinen Fehler verzeiht und sich nur für zwei Stunden frei unterhält. Es ist schwer zu sagen, wie es bei den Rezensenten der Tagepresse ist, aber es kann man vielleicht sagen, dass es gerade der Fall der neuen, ziemlich unerwarteten Märchenbombe für die ganze Familie, des Musicals "Schneewittchen und die sieben Zwerge" in der Regie von Stano Slovák im Stadttheater Brno ist! (Bei der öffentlichen Generalprobe und bei der Premiere am 5. und 6. Dezember gesehen; leider waren die Darsteller - von einer kleinen Ausnahme abgesehen - dieselben).
 

Die Märchengeschichten können natürlich auf unterschiedlichste Weise adaptiert sein, im Musical wird doch am meisten die chronisch bekannte Linie der Geschichte übernommen und es werden einige einschmeichelnde und einfach merkbare Melodien zugegeben. Das alles ist im "Schneewittchen" enthalten, trotzdem machten es diesmal die Autoren - was der Komponist Karel Cón und sogar drei Textbuchautoren Stano Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán sind, ein bisschen anders und so nahmen sie den Kritikern den Wind aus den Segeln. Sie übernahmen zwar die Grundlinie und die Charaktere, sie hüllten sie doch mit einer Menge Übertreibung, mit Kilogramme von vielen witzigen Situationen um, die auch mit ein bisschen schwererem Humor geschmackvoll gepfeffert sind, sie süßten sie mit Tonnen der Einfälle und einigen originellen Handlungswenden (die Stiefmutter bekam diesmal sehr kräftige Zauber als Patengeschenk) und so können wir Ihnen eigentlich die Handlung nicht vorstellen (wir glauben doch, dass wir von ausgebildeten Menschen gelesen werden und dass die Grundmotive ihnen schon gut bekannt sind). Jedes verratene Moment erniedrigt ein bisschen das Erlebnis aus der Vorstellung, und falls die Verratungslawine voll in Bewegung gesetzt würde, würde sie vielleicht nur schwierig zu stoppen.  
 

Gute Einfälle sind in der Inszenierung wirklich viele zu finden und das ganze Team nimmt an diesen teil, also nicht nur der Autor der Musik (über die noch unten gesprochen wird) und der Regisseur und  die Textbuchautoren, aber ganz sicher auch der Bühnenbilder Jaroslav Milfajt. Die Szene des "Schneewittchens" ist nämlich ganz magisch; am Anfang geraten sie in die Umgebung, die scheint, aus dem Stil der ersten Filme von Walt Disney geschnitten zu sein, dann werden sie über die Auffassung des Spiegels der Königin staunen (dieser singt sogar zweistimmig) und wenn das Haus der Zwerge in dem Gespensterwald für das erste Mal vor Ihnen erscheint, alles ist klar - es ist ganz wunderschönes Märchen, geeignet wirklich für alle, von jenen kleinsten (schätzungsweise von drei Jahren), bis zu Großvätern und Großmüttern. Es gelang auch der Husarenstreich, dass alle sich gleichmäßig unterhalten sollten, die einzelnen Bilder sind in dieser Ansicht brillant ausgewogen. 
 

Jan Apolenář sammelt die  Punkte und in das schon reiche Verzeichnis seiner unvergesslichen Rollen schreibt er wieder eine andere ein. Seine Stiefmutter ist keine billige Imitation der Tranvestiti, ganz im Gegenteil, sie ist eine charismatische Frau im eigentlichen Sinne des Wortes, eine richtig selbstbewusste Frau, akkurat gelingt es ihr nicht. Und es ist hier ein logischer Zusammenhang; wenn solche Frau von einem Mann und noch dazu von einem Sänger dargestellt wird, deren Stimme vom Bass bis zum Tenor reicht, ruft es bei den Kindern (und nicht nur bei diesen) unendliche Lachsalven sowie ein bisschen Angst aus, gerade im Verhältnis 80:20 zugunsten des Lachens gemischt. Darüber hinaus werden sie ihn am Ende der Vorstellung neu auch in der Tanzebene sehen und wer seine Karriere aufmerksamer beobachtet, der weiß, dass er in dieser wichtigen Musicalkomponente bisher keine große Angelegenheit bekam. Man kann doch sagen, dass seine neue Rolle ihm dieses "Manko" völlig ersetzt. Und es ist wirklich vieles zu sehen. 
 

Die Darsteller der Rollen der Zwerge entschieden sich vielleicht, niemanden zu beschatten und lieber ein ausgezeichnetes Team auszubilden, auch wenn sich die führende Rolle zum Beispiel Chef von Igor Ondříček oder Jäger von Vojtěch Blahuta beanspruchen könnten; ähnliche Ambitionen könnte auch Happy in der Darbietung von Dušan Vitázek haben. Wenn sie aber an einem Strick ziehen, ist es einfach ausgezeichnet. Die Männchen (Verzeihung, die Männer) haben nicht nur anmutige Sprüche, sondern dank der einfallsreichen Choreographie von Hana Kratochvilová-Josefiová können sie sich auch gut austoben! Um ihre Leistung richtig zu bewerten, schein es mir passend, eine Zitierung aus dem Text ein bisschen zu verändern:  "Bravo, Kerl!". 
 

Nicht einmal andere Gestalten sind zu verachten, z.B. Petr Štěpán in der Rolle des Jägers und ganz am Anfang auch in der Rolle des Vaters weiß seine Momente völlig auszunutzen, auch wenn seine Rolle jene mehr ernsthafte aus dem ganzen Werk ist. Darüber hinaus passt ihm sein trauriges Blues über die Relativität der Jahre/Schritte wirklich ausgezeichnet. Robert Jícha ist dann ein völlig einwandfreier Prinz, naiv und auch tapfer mit dem Sinn für Gerechtigkeit. Es ist zu sehen, dass der Aufenthalt auf der Bühne macht jedem in diesem Stück Spaß und dass er es dann auch in den Zuschauerraum. zu übertragen weiß. 
 

Die Musik von Karel Cón (z.B. Autor der Musik zu dem anmutigen Märchen „Princezna se zlatým lukem“ - "Prinzessin mit Goldenbogen") kann einfach als die Multigenremusik charakterisiert sein, von einem niedlichen Schlaflied, über Blues und Samba, von einem durch das Musical "Auf Glas gemalt" inspirierten Lied bis zum Rock - das alles auf die bis unglaublich natürliche und automatisch angenommenen Weise. 
 

Im Zusammenhang mit der Musikseite ist noch eine Sache zu erwähnen. Auch wenn es nicht so schein, kommt ein neues Trend in diesem Genre nach Tschechien. Wir können es vielleicht ein "Zitierungsmusical" nennen. Erklärung: im Werk ist noch ein anderes Niveau des Humors versteckt, das darin besteht, dass nicht alle Zitierungen durch einen normalen Zuschauer geschätzt werden, aber die der Kenner zu schätzen weiß. Im Grunde genommen verließ sich "Schwejk" auf die Zitierungen der Volkslieder und Staatshymnen. Wie arbeitetet "Schneewittchen" mit den Zitierungen. Vielleicht am besten von allen genannten Beispielen. Es serviert den Zuschauer direkt die berühmtesten Werke, wie z.B. "Jesus Christ Superstar" (mit den berühmten Fanfaren rechnen sie doch nicht) und "Das Phantom der Oper" (hier können sie sich auf das berühmteste Motiv verlassen), es macht das doch so, dass sie dorthin anscheinend "unabsichtlicht" hineingelegt sind und plötzlich ertönen sie. Man dachte auch auf die Operettenliebhaber: praktisch im vollen Umfang ertönt hier der Cancan aus dem "Orpheus in der Unterwelt" und er hat einen einschmeichelnden Text! Die Autoren bedankten sich bei dem Herrn Offenbach auch im Programm, immerhin, in der Welt der Partituren ist eine mehr einschmeichelnde Melodie nur schwierig zu finden. 
 

"Schneewittchen" hat ganz logisch auch einige Fehler, aber weil es beweißt, dank der Begeisterung des Ensembles sie alle beinahe vollkommen zu verstecken, sie werden sie gar nicht bemerken. Es ist nämlich gar nicht wichtig, dass die Rhythmen der Lieder etwa einfacher sind (sie werden dann für die Kinder mehr verständlich und sehr einfach bemerkbar sein; es ist möglich, dass Sie sich zum zweiten Mal die Melodien des beinahe ganzen Werks merken werden) und dass sich die Szenen des Schneewittchens in der Hütte mit der Stiefmutter und ihrer meuchlerischen Geschenken praktisch in unveränderter Form dreimal wiederholen. Dank der persönlichen Einstellung der Schauspieler stört es nicht. Darüber hinaus - nach so vielen Wiederholungen werden sie den vielleicht größten Hit des Werks - das Lied „Kačaba“ - in ihren Köpfen nach Hause gern bringen. 
 

Sie werden mir vielleicht verzeihen, dass dieser Artikel keine Kritik, im Gegenteil eine große Belobung ist, auch wenn diese im Unterschied zu der auf das erste Hören negativ lautenden Kollegin bisher kein offizielles Literaturgenre ist.  Es macht nichts. "Schneewittchen" verdient gelobt zu sein, und zwar im vollen Ausmaß. Die Atmosphäre bei der Premiere (auch bei der öffentlichen Generalprobe) war nämlich ganz unmittelbar, wirklich märchenhaft, was bedeutet, dass die Vorstellung richtige Wirkung hatte. Und darum geht es in der ersten Reihe. Hoffentlich genossen sich das "Schneewittchen" zusammen mit den Kindern auch die Journalisten, die sie gut bewerten werden. Im Rahmen der Schauen "für die ganze Familie" handelt es sich nämlich um ein wirkliches Durchbruchsstück.

Originelle Familienschau mit ein bisschen verdrehtem Titel...

Pavel Košatka 17. Dezember 2008 zdroj Musical cz

... Warum mit verdrehtem Titel? Meiner Meinung nach sollte diese Märchen-Musicalkomödie "Stiftmutter und die sieben Zwerge" heißen. Wie schon Ondra in seiner Bewertung von "Schneewitt" (so wird Schneewittchen nicht nur direkt auf der Bühne, sondern auch unter den Fans des Stadttheaters Brno genannt) bemerkte, machten die Autoren aus der Hauptgestalt des Schneewittchens beinahe eine Nebengestalt. Einerseits ist es Schade, dass sie das Potential von Radka Coufalová nicht völlig ausnutzten, anderseits sollten sie dann den Raum des perfekten Jan  Apolenář in der Rolle der Stiefmutter stehlen, und das wäre eine große Schade.
 Auf den ersten Blick scheint der Einfall, in die Rolle der grausamen Königin einen männlichen Darsteller zu besetzen, ein bisschen wahnsinnig zu sein, aber auf der Bühne gibt es bei voller Ausnutzung der schauspielerischen und sängerischen Qualitäten von Jan Apolenář keine Zweifel, dass es ein guter Einfall war. Im Gegenteil, es trägt zu der Komik des ganzen Werks bei, auch die grausamen Aufschreie der Stiefmutter lauten ehr komisch, insbesondere wenn sie mit anmutigen Tanzkreationen ergänzt sind. "Der Stiefmutter" stahl rechtens einen großen Teil der Vorstellung für sich und bekam dafür den größten Abschlussbeifall und auch trotzt dem negativen Charakter seiner Gestalt gewann er die Mehrheit der Kinderzuschauer auf seine Seite. 
Gerade für die Kinder ist dieses Musical bestimmt - dazu trägt die einschmeichelnde verschiedenartige Musik (welche voll von Hinweisen ist und in der ein rascher Zuschauer zum Beispiel die Stücke aus Jesus Christ Superstar oder Phantom der Oper finden wird; wir werden hier doch auch den Cancan hören), niedliche Szenographie, Märchenkostüme und vor allem die sieben Zwerge bei. Diese sind spielerisch, witzig, ausgelassen... kurz gesagt absolut ideale Wesen für Künder. Und wenn alle sieben Zwerge in den Zuschauerraum einfallen und die Kinder die Hand ihrer Helder reichen können, ist es für sie sicher ein großes Erlebnis. Auch die Erwachsenen und die Liebhaber des Musiktheaters werden sich sicher unterhalten. 
Erfreut war ich auch von den sängerischen Leistungen, Jan Apolenář erwähnte ich schon, darüber hinaus würde ich die Zweistimme des Zauberspiegels hervorheben - Marta Prokopová und Petr Šmiřák. Eine traditionell ausgezeichnete Leistung lieferte auch Robert Jícha (Prinz) ab und nicht einmal Rastislav Gajdoš (Jäger) ließ sich beschämen. Die Zwerge hatten keinen Raum für ihre Soloauftritte, die meisten Parten sangen sie also zusammen. Und gut! Aus ihrer Gruppe kann man die schauspielerische Leistung von Alan Novotný hervorheben. 
Gesamteindruck? Ausgezeichnet! Auch wenn ich die Familienmusicals nicht zu viel in Liebe halte, unterhielt ich mich wie auch der ganze, vol besetzte Saal der Musikbühne des Stadttheaters Brno. Schneewittchen hat wirklich nichts, wofür es sich schämen müsste und es kann man ihm nur Kleinigkeiten vorhalten. Fall sie in der Nähe von Brno wohnen und Kinder haben, säumen sie sicher nicht und besuchen sie die nächste Vorstellung. Und falls sie hochwertiges und originelles Musiktheater lieben, sollten sie sich das Schneewittchen nicht entgehen lassen, sicher werden sie nicht enttäuscht sein!

Schneewittchen ist von Schnee abgeleitet, so gehört es zu den Weihnachten

Jiří P. Kříž 12. Dezember 2008 zdroj Právo

Die kleinen sowie großen Zuschauer werden durch die guten, arbeitsamen Geschöpfe, auch wenn Opfer der Umwelt, also durch die Zwerge begeistert
           
Das närrische Musicalmärchen für die ganze Familie wurde für die Liebhaber dieses Genres von Karel Cón, Stanislav Slovák, Jan Šotkovský und Petr Štěpán vorbereitet.
           
Wo anders als auf der Musikbühne des Stadttheaters Brno, dessen Company, zum Trotz von allen neidischen Verleumdern die Wiener Wällen mit der Inszenierung Joseph and The Amazing Technicolor Dramcoat von Lloyd-Webber und Rice erstürmte.
           
Diese wird für die kleinen sowie großen Zuschauer schon seit einigen Saisons in Brno gespielt. Und weil es gerade Ein Garten voller Wunder beim Ende ist, schenkte das Stadttheater Brno den Kindern zu den diesjährigen Weinachten Schneewittchen und die sieben Zwerge. Slovák ist ein tüchtiger Lehrling. Nach der ein bisschen zwecklos broadwayschen Inszenierung Auf Glas Gemalt über Jánošík zielt sein neues Werk an fröhliche Vollkommenheit.
Die Königin ist behaart
Cón fürchtet sich nicht, die Musik aus der Filmvorlage von Walt Disney aus dem Jahr 1937 zu zitieren, also aus der Zeit, wann in seinem Studio noch die wirklichen Märchen entstanden. Zum Beispiel wenn der unersetzbare Marsch der Zwerge Heiho heiho, wir sind vergnügt und froh ertönt, werden die Sänger von einem von ihnen ermahnt: Lass die alten Stücke sein!
           
Worüber Schneewittchen ist, das sollte ich vielleicht nur den größten Tölpeln erklären, und diese besuchen das Theater sowieso nicht.
           
Jenes in Brno ist zauberhaft! Wunderschön, niedlich und bis zu seiner Befreiung vom Prinzen (Robert Jícha oder Aleš Slanina) sicher auch ehrsam. Die Erwachsenen werden in der Inszenierung mehrere ähnliche Anspielungen für sich finden... In diesem Moment würden sie in der ganzen Welt kein glaubwürdigeres Schneewittchen finden als Radka Coufalová. Na, vielleicht noch Svetlana Slováková, aber diese spielte bei der Premiere nicht. Und nur der Spiegel der Stiefmutter kann bestimmen, wer der schönste ist.
           
Apropos - die Königin-Stiftmutter - das ist aber eine Leistung! Ich weiß nicht wie sie von Milan Němec gespielt wurde, aber Jan Apolenář verkörperte sie ganz glaubwürdig. Lange habe ich die Stiftmutter für Frau gehalten.
           
Aber neben mir saßen zwei Lackmuspapiere, Zwillinge- Erstklässlerinnen Šárka und Klárka. Sie ließen sich nicht einmal durch Apolenář zu verblöden.
           
„Sie ist auf der Brust behaart,“ haben sie in der Dekolletee des roten Kleids der Hexe bemerkt. Sollten sie vielleicht zukünftige Kritikerinnen sein?!
Die Zwillinge hielten es aus
Einzellob: Zwerge! Auch wenn ein bisschen angewachsen. Der Unsegen der Königin wegen dem Leben in unserem Ecosystem, so wird im Dialogenstrom gesagt. Bei der Premiere Ondříček, Vitázek, Jackuliak, Vlček, Przebinda, Matěj, Blahuta.
           
Also durchwegs die männlichen Stars dieses Ensembles. Der Humor des Märchens steht auf ihrem Trampeln, Schürfarbeit, auf ihrer Arglosigkeit und Güte...
             
Verwundern wir uns also nicht, dass der Unsegen am Ende vergeht. Im Unterschied zu uns, die zusammen mit dem Stiefvater Santa Klaus auf seinem blauen Planet vegetieren müssen, auch wenn wir jenen guten und alten grünen lieber möchten. Die Zwerge werden am Ende in ihre ursprüngliche Größe wunderschön verkleinert. Wie? Gehen Sie und besuchen Sie die Vorstellung. Auch mit Ihren Kindern.
           
Meine Lackmuspapiere hielten bis zehn Uhr aus, und noch dazu das Treffen nach der Premiere. Sie lehnten Schinken, Käse, Nachtische ab, dafür aßen sie alle an Scheiben geschnittenen Apfelsinnen. Sie schliefen schon im Auto ein. Gleich bei Lužánky.
           

Wie war es mit dem Schneewittchen

Simona Polcarová 11. Dezember 2008 zdroj Brněnský týdeník

Auf die ein bisschen veränderte Klassik, Gebrüder Grimm und eigenartigen Humor setzten die jungen Schauspieler im Stadttheater Brno und so entstand ein anmutiges Schneewittchen mit den angewachsenen Zwergen und einer Menge der verführerischen Melodien, einschließlich des dankbaren Cancans. Der Regisseur Stano Slovák und auch seine Kollegen Jan Šotkovský und Petr Štěpán, die am Libretto und an den Liedertexten einen Anteil hatten, verstanden gut, dass das Beste schon geschrieben und komponiert wurde und dass es nicht nötig ist, Wunder zu erfinden und mit pathetischen Gedanken zu betäuben. Kurz gesagt, sie fassten den bewährten Original, mischten einen Tropfen feiner Ironie und Übertreibung bei, ab und zu gaben sie einen Witz zu und das Publikum unterhielten sie ausgezeichnet. Ihre Absicht ging ganz perfekt auf. Die böse Königin - Stiftmutter ist dank den glücklich ausgewählten männlichen Darstellern (der Part wird zwischen Jan Apolenář und Milan Němec geteilt) dämonisch und zugleich komisch, das Schneewittchen (Radka Coufalová) bleibt niedlich naiv und den Zwergen passt es ausgezeichnet, auch wenn sie ein bisschen angewachsen sind. Ihr Wachstum hat in der Vorstellung seine Pointe, die Melodien von Karel Cón sind leicht zu merken und die Texte reimen sich gut, was den Kindern gut passt und die Erwachsenen nicht beleidigt. Eine andere Devise des Musicals Schneewittchen ist dann reine und sichtbare Freude, mit der das Ensemble das Märchen macht.
 

Schneewittchen auf der Musikbühne des Stadttheaters Brno

Peter Stoličný 8. Dezember 2008 zdroj www.opereta-muzikal.cz

Bevor ich von einem Thema zu schreiben beginne, sehe ich immer den Internetbrowser Google an, was über das Objekt meines Interesses schon geschrieben wurde. Eine geniale Sache, dieser Google. Ich weiß wirklich nicht, wie ich ohne diese Datensammlung früher leben konnte...
So habe ich das Stichwort Kindermusical eingegeben. Und es war wirklich wenig, was ich gefunden habe. Wirklich sehr wenig. Wenn sich jemand heute mit der Produktion der Kindermusicals beschäftigt, sind es eher kleine Verbände, kleine Regionaltheater, Religionsvereinigungen und Amateurtheaterliebhaber. Dabei ist es sonnenklar, dass die heutigen kleinen Zuschauer unsere zukünftigen erwachsenen Zuschauer sind. Dass ein klassisches Märchen mit Humor, Musik und Lieder das Beste ist, womit wir die Kinder fesseln, unterhalten können. Es wissen die Puppenspieler, die zum Glück die Lücke in der Programmbuntheit der Theater ausfüllen. Heute schon öfter mit dem sog. alternativen Theater, als mit einem reinen Puppenspiel (Handpuppen, Marionetten) geben sie den Kindern das, was nötig ist. Ein unterhaltendes Musiktheater. Und die großen Theater? Sie widmen sich manchmal den kleinen Zuschauern, doch geben wir zu, dass nicht mit solcher Intensität, welche sich die Kinder verdienen würden. Es geht auch vom ökonomischen Hintergrund des Theaters aus. Ein "großes Märchen" benötigt aufwendige Kostüme, Kulissen und diese Kosten werden durch das bezahlte Eintrittsgeld nicht gedeckt. Es ist damit zu rechnen, dass die sog. "Familieninszenierungen" von den Eltern mit Kindern besucht werden, und wenn sie für drei oder vier Eintrittskarten ein oder zwei tausend Kronen zahlen müssten, dann würde es für die meisten Familien unerträglich sein. Sie würden lieber in ein Multikino gegen, um einen Disney zu sehen...
           
Das Stadttheater Brno hat einen so guten Ruf, dass es keine Angst haben muss, auch die Familienvorstellungen zu machen. Es bewies es schon mit seiner ersten Ausstattungsinszenierung "Ein Garten voller Wunder" (des bekannten Autorenduos Moša, Merta). Die Vorstellung ist immer ausverkauft, die Eltern sowie Kinder sind begeistert. Aber jetzt wählte das Stadttheater Brno noch einen tapfereren Weg aus. Es ließ Petr Štěpán (Schauspieler), Jan Šotkovský (Dramaturg) und Stano Slovák (Schauspieler, Regisseur) zu schaffen. Also die Künstler, die am Anfang ihres Wegs stehen. Stano Slovák ist natürlich ein erfahrener Musicalschauspieler, eine der ausdruckvollsten Gestalten der Musikbühne, aber als Autor debütiert er und nach der Inszenierung Auf Glas gemalt ist es erst seine zweite Regie. Wir können auch Petr Štěpán erinnern... Wir haben ihn als Nikola Schuhaj oder Prothos in Den drei Musketieren gesehen, aber als Mitautor eines Theatermärchens ist er wirklich ein Neuling. Der Dramaturg Šotkovský, ihr Generationskollege, führte im Stadttheater Brno schon ein Stück dramaturgischer Arbeit durch, früher, doch im Amateurtheater Buranteatr Brno, probierte er auch die Rolle eines Autors, Schauspielers und Regisseurs. Und so ein wirklich erfahrener Autor ist hier nur Karel Cón, jeder Zoll ein Musikant. Schon im Jahre 1980 komponierte er die Musik zum Puppenmusical Teufel, Käthe und Lämmer, es folgten einige andere Musicals, meistens Komödiemusicals, die in der Tschechischen Republik gespielt wurden. Unlängst weckte er das Interesse mit seiner Musik zum Fernsehmärchen O princezně se zlatým lukem (Die Prinzessin mit Goldbogen) oder mit der Musik zum Märchen Der gestiefelte Kater, das vom Theaterstudio Dialog in Brno in Szene gesetzt wurde. Cón neigt zu den Kinderwerken und er orientiert sich ganz souverän in der Empfindung der Kinder.
           
 Das Thema dieses Musicalmärchens ist das bekannte Werk aus der Sammlung der Gebrüder Grimm. In den tschechischen Ländern erschien es doch schon früher bei Dobrovský, das Schneewittchen wurde auch von Božena Němcová, in Slowakei von Pavol Dobšinský zusammen mit A. H. Škultéty bearbeitet. Die größte Popularität ereichte das Märchen aus dem Jahre 1937 in der Realisierung des Trickfilmstudiums von Walt Disney. Es handelte sich um den ersten einen ganzen Abend dauernden Trickfilm. Disney begriff, dass es gut ist, die "Familienvorstellungen" zu machen. Es handelte sich auch um das erste Musikmärchen, das Musical genannt wurde, und es war auch der erste Trickfilm, dem ein Oscar erteilt wurde.
           
Es ist schwierig, nach diesem Film Musik zu komponieren, ohne dass es in ihr "Heiho heiho, wir sind vergnügt und froh" ertönt. Es ist überhaupt schwierig, nach diesem berühmten und total bekannten Filmwerk, welchem unendliche Möglichkeiten der Ausdrucksmittel zur Verfügung stehen, dasselbe Werk interessant in Szene zu setzen. Es ist doch zu ergänzen, dass es gelungen ist!
           
Der Hauptschlüssel der Autoren- und Regieeinstellung war die humorvolle Ansicht, genauer gesagt Obersicht. Gerade mit diesem kleinen und mühsamen Zauber gelang es den Autoren, die Kinder sowie die Erwachsenen zu fesseln. Die schön naturalistische und funktionsfähige "Märchenwelt" (Szene Jaroslav Milfajt, Kostüme Andrea Kučerová) freute und schreckte die Kindern und gleichzeitig brachte die Eltern zum Lachen (für die Kinder vielleicht nicht verständlichen). Jene böse Königen war nämlich ein als Frau verkleideter Mann (Jan Apolenář, alterniert von Michal Němec) mit Gesten eines Transvestiten, der scheint, die Komik - von Gang bis zu überschlagender  Stimme - aus der Komödie Manche mögen's heiß ausgeliehen zu haben. Oft war die böse Königin wirklich zum Platzen. Ebenso wunderschön waren die infantilen Zwerge. Damit sie glaubwürdig waren, gaben die Autoren in Grimms Märchen einen Zauber der bösen Königin zu. Sie vergrößerte sie in ihrer eingeborenen Bosheit in erwachsene Figuren. Deshalb schürfen sie unter Tage in Kleidern und Kinderschuhen, in die sie nicht mehr hineinpassen. Und so war gleich das Problem mit ihrer Bühnengröße gelöst, darüber hinaus mit einer schönen komischen Wirkung.
           
Über die Schauspieler und ihre Leistungen werde ich hier nicht sprechen, ich müsste jeden namentlich loben. Wie es in diesem Theater zu einer Gewohnheit wurde, alle spielen mit großer Begeisterung und die Glaubwürdigkeit (für die Kinder) wird hier mit witziger Übertreibung (für die Erwachsenen) geschickt gemischt. ("Hände auf das Oberbett!" befiehlt das Schneewittchen den liegenden Zwergen. Und die Kinder ahnen nicht, warum die Erwachsenen lachen. Schadet es? Gar nicht. Das Lachen ist nämlich ansteckend).
           
Weil es sich um eine Musikkomödie handelte, ist hier auch die Musik von Karel Cón zu erinnern. Von den musikalischen Einfällen, über die Instrumentalisierung und Einstudierung kann man seiner intelligenten Musik nichts Grundsätzliches vorwerfen. Sein Blues, sowie Rock und Pop, die lateinamerikanische Rhythmen, das alles ist hier weiß und für die Kinder verständlich verbunden. Die Musik stellt einen guten Grundstein der Inszenierung dar. Es ist nur Schade, dass einige schöne Motive nicht so wiederholt wurden, dass sie "unter die Haut" gelangen. Und wenn der Komponist als eine komische Musikfigur den Cancan von Offenbach auswählte, wurde dem Zuschauer klar, was für einen Genie Offenbach war. Hut ab vor Cón, dass er eine so kräftige Konkurrenz in seinem Werk verwendete. Die Wirkung war nämlich außergewöhnlich.
           
Das Cóns Lied der Zwerge war eine gute Konkurrenz für jenes amerikanischen. Vielleicht würde sich lohnen, mit den Zuschauern ein bisschen mehr zusammenzuarbeiten und das Lied mit ihnen auch zu singen. Und solche Stellen, wo die "Zusammenarbeit" des Publikums nicht von Schaden wäre, waren mehrere in der Inszenierung. Das Theater ermahnt nämlich die Kinder zu einem Dialog. Es fühlte auch der Regisseur, der manchmal die Zwerge in den Zuschauerraum zu gehen ließ.
           
Das Schneewittchen auf der Musikbühne des Stadttheaters Brno ist eine gelungene und notwendige Vorstellung. Wenn wir die Inszenierung wie ein Ganzes sehen, war es eine gute, konsistente Vorstellung, die ihren Zweck erfüllte: die Kinder sowie die Erwachsenen intelligent unterhalten. Und dann wird es nicht einmal in der Zukunft der Mangel an Theaterzuschauer sein. Das Theater wird die Konkurrenz der Filme und auch Fernsehserien überleben, weil ein gut gemachtes, live gespieltes Theater ewig ist.

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