MENDEL ODER DIE REVOLTE DER ERBSEN

MENDEL ODER DIE REVOLTE DER ERBSEN

  • Genre Singspiel
  • Bühne Biskupský dvůr
  • Premiere21. Juni 2015
  • Vorstellungsdauer3:00 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen12
  • Preis 450 - 480 Kč

In den im einzigartigen Raum des Bischofshofs aufgeführten Inszenierungen widmen wir uns regelmäßig den bedeutenden Persönlichkeiten der mährischen Geschichte. Mit der Inszenierung Mendel oder Die Revolte der Erbsen sollte das Autorenteam Slovák – Šotkovský – Štěpán eine freie, in Genres unterschiedliche Trilogie der für diesen Raum konzipieren Autoreninszenierungen abschließen. Nach der Ausstattungslegende mit Gesängen Baron Trenck und nach dem Schauspielballett Kyrill und Method kommt die Geschichte des vielleicht meist weltbekanntesten Bewohners von Brno an die Reihe – des Begründers der Genetik Gregor Johann Mendel, Abts des Augustinerklosters in Alt-Brno. Es handelt sich doch um kein traditionelles biographisches Drama, sondern um ein Komödien-Singspiel mit originellen Liedern, in dem in das Schicksaal von Mendel unterschiedliche Legenden von Brno treten (denn wir Mendel wie ein Mittelpunkt und Schild von Brno wahrnehmen, mit dessen Persönlichkeit die Autoren die unterschiedlichsten Mythen von Brno verbinden) und in dem wir endlich erfahren, was die Erbsen selbst über die Experimente des Abts denken. Der Regisseur dieser Inszenierung ist wie auch bei Baron Trenck und Kyrill und Method Stanislav Slovák.

Regieassistent

Dramaturg

Musikeinstudierung

Choreographie

Choreographieassistent

  • Tereza Škodová

Asistentka kostýmní výtvarnice

Projektion

Janek, mladý historik

Anton Zöllner, impresário

Emma Denkerová, subreta

Opat Cyril Napp a jiní

František Matouš Klácel, filosof a proutník

Baruch Placzek, zemský rabín a jiní

Charles Darwin a jiní

Schuster, šmírák a jiní

Christopher, divadelní referent a jiní

Kner, univerzitní profesor a jiní

Wunderbar, univerzitní profesor a jiní

Mendelův otec a jiní

Mendelův strýc a jiní

Ĺudovít Štúr, slovenský obrozenec a jiní

Jozef Miloslav Hurban, slovenský obrozenec a jiní

Michal Miloslav Hodža, slovenský obrozenec a jiní

Adela Ostrolúcka, slovenská feministka a jiné

Bratr Bratránek a jiní

Královna a jiné

Brněnští občané, bratři, herci, tanečníci a jiní

MENDEL ODER DIE REVOLTE DER ERBSEN

Jiří P. Kříž 26. August 2015 zdroj Xantypa

(…) Wissen Sie sich zehn Jahre ätzender und langweiliger Experimente des Entdeckers des Erbgangs auf der Sommerszene vorzustellen, darüber hinaus des Priesters und späteren Abtes des Augustinerklosters, der jeden weiblichen Rock mit Ausdauer verweigert?! Die Autoren machten also das Thema schön menschlich und weniger angelegen, indem sie die Geschichte in eine Theaterumgebung übertrugen, wo sich auf Mendel nicht nur die teuflische Verführung der Soubrette Denkerová rollt, sondern auch sämtliche Handlung wie ein großes Theater der Wissenschaft und Welt vom Impresario Zöllner gesteuert wird. (…)

 

MENDEL UND SEINE ERBSEN IN DER OPERETTE

Luboš Mareček 20. August 2015 zdroj Lidové noviny

(…) die vier Autoren bauten kein traditionelles biographisches Drama, doch ihre Ambition war, ein leichtes Singspiel darüber zu bilden, wie es mit den Erbsen und ihrer Kreuzung wirklich war.  Die Unterhaltung steht hier auf der ersten Stelle. Darüber hinaus ist alles formal als historische Retrospektive und Theater im Theater inszeniert. (…) Der Kontrast des weltlichen, künstlerischen Lebens und des gelobten klösterlichen Lebens, unerwiderte Liebe der Schauspielerin zu dem an den Gott abgegebenen Wissenschaftler und auch wahnsinnige Operettenauftritte, wie in einem Singspiel Die Prinzessin auf der Erbse und Die Liebe in Prater genannt – das sind die Hauptlinien sowie Hauptdevisen dieser Komödie. Das Ergebnis ist entsprechend erzieherische, doch viel ausgelassene Atmosphäre. (…) Der Zuschauer erlebt viel Spaß, doch auch einige melodramatische Szenen, er fühlt eine Berührung der Gesichte sowie Autorenfiktion und Übertreibung, so wie es in den Operetten gewöhnlich gibt. (…)

 

GENETIKER UNTER DEN TÜRMEN DER ST.-PETER-UND-PAUL-KATHEDRALE

Vít Závodský 3. August 2015 zdroj Týdeník Rozhlas

(…) Der gegenwärtige naturwissenschaftliche Doktorand Janek (wie ein Knabe eingeschüchteter Lukáš Janota) wird nach dem Willen des in Rokoko-Kostümen gekleideten Manipulators und Verkörpers von vielen Figuren Anton Zöllner, des wirklichen Impresarios des nahen Theaters Reduta (für Komödien gut disponierter Milan Němec), mittels der Theatermagie in der Zeit übertragen und wird zu einem zäh forschenden Ordensbruder, durch die kokette Soubrette Emma Denkerová (Andrea Březinová) platonisch angezogen. (…)

 

LIEB RATLOSER WISSENSCHAFTLER MENDEL GEILTE MIT DEN HÜLSEN. UNTER DER ST.-PETER-UND-PAUL-KATHEDRALE

Jaroslav Štěpaník 16. Juli 2015 zdroj Brněnský deník

 (…) Die beiden Hauptprotagonisten stellten ihre Gestalten perfekt dar. Lukáš Janota stellt Mendel wie einen Mann der Wissenschaft, in seine Forschung, Beete und Erbsen versunkenen Introvertierten dar. Der junge Wissenschaftler ist lieb und komisch ratlos, er hält seine Mission und die daraus resultierenden Pflichten in Ehre, deshalb bleibt er – mindestens aus Außen gesehen,  gegenüber den unübersichtlichen Gunstbezeigungen der Operettensoubrette Emma Denkerová immun. Diese in der Darbietung von Andrea Březinová ergänzt zwei männliche Hauptprotagonisten und mit ihrer Gesangleistung dominiert sie vor allem in den Operettenauftritten. Milan Němec als mondäner Impresario spielt mit seiner Rolle bravourös, er ist Mann großer Worte und ausladender Gesten, mit denen er den Raum beherrscht. Oft hurt er verdienterweise spontanen Applaus und Lachen des Publikums hervor. (…)

 

MENDEL ODER DIE REVOLTE DER ERBSEN: BRNO LEBTE MIT MUSIK UND HUMOR AUF

Peter Stoličný 11. Juli 2015 zdroj www.musical-opereta.cz

(…) in der richtigen Operette können ganz natürlich tanzende Erbsen nicht fehlen, die in der Choreografie von Martin Pacek und in den gelungen Kostümen von Andrea Kučerová die Szene von Jaroslav Milfajt mit Tanz beherrschten. Und es wäre das Stadttheater Brno nicht, es wäre der Bischofshof nicht, wenn einen bedeutenden Anteil an der Realisierung Petr Hloušek mit seinen gelungenen Projektionen nicht hätte. (…) Stano Slovák  bewies schon mehrmals, witzig und erfinderisch zu sein. Sein Vorteil besteht in durchgedachter Auswahl der Inszenierungsmittel. Er geht vom Schauspieler, von seiner schöpferischen Kraft aus, er weiß doch auch jede Situation sehr verantwortlich abwägen. Nur so gelingt es ihm, „Humor zu tun“ und glaubwürdig zu sein. Alles sieht auf den ersten Blick sehr einfach und natürlich aus. Als ob die Schauspieler nur spielen. Es ist gut, dass der Zuschauer solches entspannte Gefühl hat. Dieses ist doch Ergebnis einer harten und gut durchgedachten Arbeit. Der lange Applaus am Ende gehörte natürlich allen, doch vor allem den Autoren und dem Regisseur.

 

WÄHREND DARWIN DEN AFFE ZU MENSCH MACHTE, SLOVÁK MACHTE DASSELBE MIT MENDEL

Jiří P. Kříž 29. Juni 2015 zdroj Právo

(…) der Hauptprotagonist des Stücks über Mendel ist nicht der in seiner Zeit unverstandene Wissenschaftler selbst (Darwin schnitt seine Bögen mit den Versuchen mit Pflanzenhybriden nicht einmal aus), der von Lukáš Janota sehr gut dargestellt wird, doch gerade Zöllner und mindestens zehn weitere Figuren des Impresarios. Die Autoren fürchteten nicht die Hinweise. Mendels Prüfung vor der Universitätskommission der österreichischen Professoren, das ist Schwejk vor der Gruppe der wahnsinnigen Psychiater. Mit demselben Ergebnis – wegen Dummheit beinahe superarbitriert. Die Szenen des Familienbesuchs bei dem kranken Mendel in Brünn oder sein Treffen mit den slowakischen Patrioten, einschließlich Štúr, Hurban, Hodža und der ersten slowakischen Feministin Ostrolúcká in einer Wiener Kneipe, das ist ein Meisterstück, die die heutigen slowakischen Patrioten nicht überleben werden.

 

 

MENDEL UND SEINE STOCKIGEN ERBESEN

Vratislav Mlčoch 29. Juni 2015 zdroj www.babocka.vram.cz

(…) Mendel selbst ist als ein mit seiner Wissenschaft so besessener Forscher dargestellt, dass ihm keine Zeit für andere Sachen bleibt, nicht einmal für die Frauen. Dabei weiß er doch seine Kenntnisse nicht so gut zu präsentieren, um sich durchzusetzen. Im Gegenteil, er erlitt immer eine Schlappe – bei den Lehrprüfungen, bei dem Studium an der Wiener Universität, sogar bei der Präsentation seiner Forschungen. Zum Beispiel sein Vortrag: der Schauspieler, der den Impresario des Theaters darstellt, welches das Stück über Mendel aufführt, will nicht einmal hören, dass der Vortrag im Stück zitieret wird, und so schlägt er dem Schauspieler, der Mendel darstellt, vor, eine sexy Szene mit den Chordamen darzustellen. Mendel, ihrer Gestalt treu, lehnt beharrlich ab, und der Impresario fürchtet, dass das Publikum während des Vortrags weggeht. So am Ende Mendel hält seinen Vortrag,  während die halbnackten Chordamen auch mit dem Impresario um ihn herum hüpfen. So was muss man doch sehen, es ist nicht möglich, es zu beschreiben. Wunderschön war die Szene des Besuchs Mendels Eltern und Großeltern, zum Platzen war der Tanz der revoltierenden Erbsen, etwas wie ein Cancan, aber vielleicht das Beste war Mendels Treffen mit den slowakischen Patrioten in einer Wiener Kneipe. Die Patrioten waren ganz betrunken, vor allem Ľudovít Štúr, und Mendle wusste nichts Besseres tun, als einen Vortrag über den Erbgang für sie zu halten und es auf der gemeinsamen Mischung der Nationen der Habsburgermonarchie zu demonstrieren. (…)

 

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