DER VORNAME

DER VORNAME

  • Genre Schauspiel
  • Bühne Schauspielbühne
  • Premiere14. März 2015
  • Vorstellungsdauer1:50 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen77
  • Preis 360 - 380 Kč

Französische Komödie

Vincent ist ein Vierzigjähriger in der besten Form, ein erfolgreicher und also auch glücklicher Immobilienmakler. Er hat doch noch ein anderer Grund, glücklich zu sein; er erwartet die Geburt seines ersten Kindes. Gerade kam er zu einem opulenten Abendessen, das seine jüngere Schwester Elisabeth und sein Schwager Pierre, Literaturprofessor, in ihrer Wohnung organisieren. An dieser kleinen Familienparty nimmt auch Vincents Kindergartenfreund Claude, jetzt Posaunenbläser in einem symphonischen Orchester und nur anscheinend einfältiger Kerl, teil, der doch von allen Teilnehmern beinahe für einen Familienmitglied gehalten wird (wie wird man dann zeigen, das Wort „beinahe“ ist nicht am Platz). Es wird noch Anna, Vincents schwangere Partnerin, erwartet, die immer und überall zu spät kommt. Um sich die Zeit zu vertreiben, stellen die Männer an Vincent freudige Fragen über seine Vaterschaft. Alle interessieren sich vor allem darüber, wie Vincents Erstgeborener heißen wird. So und so, oder so und so? Sie rätseln, tippen, entwerfen. Nach diesem konzentrierten Druck sagt Vincent aus Jux, dass er seinem Sohn den Namen Adolphe geben wird. Und seine Antwort, wie ein guter, doch heimtückischer Witz präsentiert, ruft Rummel, Chaos, sogar hysterische Atmosphäre hervor (Hand aufs Herz, der Name Adolf wird auch heute unbeabsichtigt, also aufgrund Vorurteile mit der Bestie Namens Hitler verbunden); die Spannung wird nicht einmal durch die Ankunft von Anna gemildert, im Gegenteil. Der Meinungsaustausch eskaliert, eine Überraschung folgt der anderen, es geht um den Namen für das Kind nicht mehr: es werden viele Familiengeheimnisse enthüllt, jeder hat eine Leiche im Keller und das Waschen schmutziger Wäsche wird durch so aufrichtige Beichten begleitet, dass es weh tut. Das freundliche Treffen wird zu einem Alptraum von allen Teilnehmern.        

Dieses witzige, grausame, ergreifende und auch kluge Stück über die Männer, Frauen und ihre Beziehungen gehört zu den durch schnelles Tempo charakterisierten Konversationsstücken; es beruht auf den brillanten Dialogen und geht von der Tatsache aus, dass für die Verwandten, Partner und Freunde dasselbe wie für Bücher gilt: sie zu Hause zu haben bedeutet nicht, sie zu kennen. Matthieu Delaporte und  Alexandre de La Patellière sind ein Autorenteam seit dem 1991. Sie sind vor allem im Filmbereich erfolgreich – wie Drehbuchautoren und Regisseure. Le Prénom (Der Vorname) war ihr erstes Theaterstück. Mit großem Erfolg wurde es 2010 in Paris in Szene gesetzt; seit jener Zeit konnten sich die Zuschauer in weiteren sechzehn Ländern darüber freuen. Das Stadttheater Brno führt es wie die tschechische Premiere auf.

 

Autor

  • Matthieu Delaporte
  • Alexandre de La Patellière

Regie

Regieassistent

Übersetzung

Dramaturg

Elisabeth Garaud-Larchet

Pierre Garaud

Claude Gatignol

Vincent Larchet

FRANZÖSISCHER HUMOR IM STADTTHEATER BRNO

Silvie Kostovská 26. März 2016 zdroj www.generace21.cz

 (…) Gedachter Erzähler der ganzen Geschichte, dessen Stimme am Anfang und Ende der Vorstellung aus den Lautsprechern zu hören ist, ist Annas Ehemann Vincent, der von Martin Havelka sehr gelungen dargestellt wird. In den weiblichen Gestalten brillierten Alena Antalová und Viktória Matušovová, die meistens versuchten, die Situation zu beruhigen, doch in der Vorstellung auch mehrere starke Momente hatten, wann ihre Geduld am Ende war und sie ihren Ehemännern frei von der Leber sagten, was sie sich wirklich denken. Diese fünf Schauspieler waren von Viktor Skála als Universitätsprofessor der Literatur Pier ergänzt und die Rolle der „Hyazinthe“ Claude (…) wurde ausgezeichnet von Jakub Uličník dargestellt. (…)

 

AUF DER BÜHNE DES STADTTHEATERS BRNO GEHT ES DEM SPASS GUT

Miroslav Homola 4. Februar 2016 zdroj Právo

Gute Komödien gehören schon traditionell in den ständigen Spielplan des Stadttheaters Brno und die Tatsache, dass es dem Humor auf dieser Szene gut geht, wurde auch bei dem 16. Jahr des Grand Festivals des Lachens in Pardubice bestätigt, bei dem die Künstler aus dem Theater in der Lidická-Straße drei Preise für die französische Komödie mit dem Titel Der Vorname bekamen. Das Stadttheater Brno knüpfte so auf seine vorherige Erfolge in Pardubice an, wann es 2004 die Jury mit der Inszenierung Steingast oder der Wüstling für sich einnahm und 2011 hier die Inszenierung Schule, das Fundament des Lebens hoch bewertet wurde, beide von der gastierenden Regisseurin Hana Burešová in Szene gesetzt. Zum ersten Mal in der Festivalgeschichte applaudierte man dem Stadttheater Brno dreimal. Die energische Komödie der französischen Autoren Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière überzeugte die Zuschauer in Pardubice sowie jene in Brno dank energischem Verlauf der Handlung, von witzigen Momenten bis berührenden oder sogar grausamen Scherzen und umgekehrt. Brillanter Text, der eine Kammerbesetzung durch fünf Schauspieler (Martin Havelka, Alena Antalová, Viktor Skála, Jakub Uličník, Viktória Matušovová) vorschreibt, wurde vom Regisseur Petr Gazdík in Szene gesetzt. Dieser übernahm bei dem Galaabend des Lachens im Ostböhmischen Theater den Preis der Studentenjury und den Preis Komödie der Zuschauer 2015. Der Name der Inszenierung Der Vorname und des Stadttheaters Brno war im Saal noch einmal zu hören, und zwei bei Veröffentlichung der Ergebnisse der Kategorie Beste weibliche Schauspielleistung – so bewertete die Jury die Leistung der Stammschauspielerin des Stadttheaters Brno Alena Antalová. (…)

 

ANTALOVÁ: ES FREUT UNS, DASS DER VORNAHME SO VIEL GEFIEHL

Tomáš Dvořák 3. Februar 2016 zdroj Hradecký deník

Gleich drei Prestigepreise bekam bei dem 16. Jahr des Grand Festivals des Lachens die Komödie des Stadttheaters Brno Der Vorname. (…) Alena Antalová wurde für ihre Darstellung von Elisabeth Garaud-Larchet mit dem Preis für die beste weibliche Schauspielleistung bewertet. „Es freut uns, dass der Vorname so viel gefällt. Wir, die uns an dieser Inszenierung beteiligten, lieben sie und sind glücklich, sie spielen zu können“, sagte Alena Antalová im Interview für unsere Zeitung. „Den Preis für die beste weibliche Schauspielleistung halte ich eher für eine Kollektivwürdigung. Hätte ich nicht so ausgezeichnete Kollegen, wäre meine Gestalt nicht so gut“, sagte die Schauspielerin, deren Meinung nach ist es in der Kunst schwierig etwas zu bewerten. „Das Leben ist für jeden von uns ziemlich kompliziert, und so ist es gut, dass es eine solche Vorschau wie Grand Festival des Lachens in Pardubice gibt. Wenn eine gute Komödie gelingt, bringt es Freude nicht nur den Menschen im Zuschauerraum, sondern durch ihren Feedback auch uns“, fügte Alena Antalová zu.

 

PHILOSOPHISCHES DRAMA UND STREIT UM DEN VORNAMEN BEHERRSCHTEN DAS FESTIVAL

Gabriela Gregorová 2. Februar 2016 zdroj Mladá fronta Dnes

 (…) Das meistens genannte Ensemble war gestern bei dem feierlichen Galaabend des Lachens das Stadttheater Brno, dessen Komödie Der Vorname gleich drei Preise bekam. Sie gefiel der Studentenjury sowie den Zuschauern. „Wir konnten unterschiedliche Typen ausgezeichneter Titeln sehen, von den mehrmaligen Teilnehmern des Festivals sowie von weniger bekannten Ensembles. Bestens gefiel uns die Inszenierung Der Vorname des Stadttheaters Brno, äußerst witzige, lebendige Komödie mit ausgezeichneten Schauspielleistungen; im Vergleich mit den anderen gewann sie bei uns ganz klar,“ erklärte die Entscheidung der Studentenjury Kristýna Plešková. Der Erfolg des Stadttheaters Brno wurde noch durch den Preis für die beste weibliche Schauspielleistung bestätigt, der an Alena Antalová für ihre Darstellung von Elisabeth Garaud-Larchet gehört. (…)

 

ZERRÜTTETES ABENDESSEN

Vít Závodský 8. Juni 2015 zdroj Týdeník Rozhlas

(…) Die neue Übersetzung von Petr Christov wurde von Petr Gazdík einstudiert, „Musikalist“ mit reichen schauspielerischen Erfahrungen, mit Verständnis für Wort- sowie Kompositionsglätte der brillanten Vorlage voll von witzigen Dialogen. Die fünf erfahrenen Interpreten demonstrieren im detailliert durchgearbeiteten Zusammenspiel ein heimisches Treffen der mit Verwandtschaft verbundenen Freunde, das sich nach einem schadenfrohen Witz in graduierte Reihe von gegenseitigen Vorwürfen, Anfeindungen und Konflikten verwirft, in denen die jahrelang gesammelten Animositäten, Aversionen und Unrechte entdeckt werden.

 

 

DER VORNAME – KOMÖDIE, WO ES KEINE NOT AN UMSTÜRZE GIBT

Kateřina Šebelová 2. April 2015 zdroj www.epochtimes.cz

(…) Emil Konečný, der das Bühnenbild für die Inszenierung Der Vorname schuf, weiß die Atmosphäre eines angenehmen Wohnzimmers zu bilden, in dem sich Freunde treffen. (…) Die Kostümbildnerin Eliška Ondráčková bat Kostüme mit angenehmer Stimmung und Stil. Den Gestalten und Charakteren entsprechen sie ziemlich präzis. (…) Martin Havelka, der Vincent, Meister der Ironie und schwarzen Humors, darstellt, spielt diese Gestalt, als ob sie ihm nach Maß geschrieben wäre. Sein klassisch lebendiger, zaumloser Ausdruck ist von den männlichen Protagonisten vielleicht am interessantesten. Sein Vincent, der die anderen in unangenehme Situationen gern bringt, das ist einfach Martin Havelka, in seiner Ironie und Sarkasmus typisch. (..). Gut sekundiert ihm in der ersten Hälfte der explosive Viktor Skála, in der zweiten Hälfte dann der leise Jakub Uličník. In den weiblichen Gestalten brilliert dann Alena Antalová als Elisabeth, Intellektuelle, die in sich viele Unrechte dämpft, um dann am dramatischen Ende mit ihrer Ansprache auch die Miesmacher schweigen zu zwingen. Aus demütiger und braver Frau verwandelt sie sich in der emotiv gespannten Ansprache in einen explodierten „Dampfkochtopf“. Das alles weiß sie ohne Pathos und jede Zögerung zu servieren, wie auch marokkanisches Menü, auf das auch den gefühllosten Zuschauern der Appetit vergeht. In der Kombination mit Martin Havelka bildet sie das Paar, das die Inszenierung vorwärts führt, vom Humor bis zur dramatischen Linie; das Paar, der zusammen sehr gut passt. (…) Der Inszenierung fehlt Schmiss und Schneid nicht, flinkes Tempo erhält sie vom Anfang bis zum Ende. (…)

 

 

PREMIERE DER FRANZÖSISCHEN KOMÖDIE IM STADTTHEATER BRNO

Peter Stoličný 15. März 2015 zdroj www.i-divadlo.cz

Ein paar Worte zum Titel: „Der Name“ ist im Französischen „Nom“. Doch der tschechische Titel des Stücks lautet „Der Vorname“. Ein zweiter Vorname wird den Kindern nach Geburt gegeben, zum Familiennamen zugefügt und dient zu Unterscheidung der einzelnen Personen in der Familie. Das ist ins Tschechische unübersetzbar. Solchen zweiten Vornamen sollten die Eltern vor Geburt des Kinds nicht veröffentlichen. Er führt nämlich zu scharfen Diskussionen, ob er gut gewählt wurde. Und gerade das ist die Grundlage für den Konflikt der Inszenierung, der Anlassermotor aller Peinlichkeiten, Witze, Lebenssituationen, die so brillant geschrieben sind, dass der Zuschauer ununterbrochen lacht; in einem Moment fürchtet er zwar doch „hier haben es die Autoren zu weit getrieben“, doch dann folgt entspannendes Lachen, weil die Protagonisten wissen, diesen zu schwarzen Humor irgendwie witzig zu verlassen. Es ist doch kein bloßer Jux. Auf vielen Stellen bremsen die Autoren geschickt, ändern das Tempo des Stücks, bieten Raum zu Nachdenken: „Was für Menschen sind wir, wenn wir uns so zu verletzen wissen?“.

Das Stadttheater Brno führte Den Vornamen in Übersetzung von Petr Christov und in der Dramaturgie von Jiří Záviš. Die Regie ist die Arbeit des erfahrenen Petr Gazdík. In seinem Team war auch der Bühnenbildner Emil Konečný (funktionelle und einfache Szene als Wohnzimmer der Intellektuellen), die Kostüme für die Schauspieler bereitete Eliška Ondráčková vor (jede Gestalt zog genau das an, was man von ihr erwartete) und um das Lichtdesign und die Projektion kümmerten sich, wie beinahe immer in diesem Theater, David Kachlíř und Petr Hloušek. Einfallsreich und immer bereit, etwas Interessantes in die Inszenierung zu bringen.

Petr Gazdík, Schauspieler und Regisseur von Beruf, führte seine Protagonisten sinnvoll und mit dem Ziel, möglichst große Wahrheit zu erreichen. Jene Vierziger sind schon nach den ersten Auftritten lesbar. Viktor Skála als Pierre, ziemlich jähzorniger Professor, oft unnütz konfliktvoll, ein bisschen „Macho“. Er jagt einen Schrecken ein und gleich danach ist er schweigsamer Zuhörer. Der Zuschauer denkt dann nach, was in seinem Kopf vorgeht und wenn er wieder explodiert. Seine Ehefrau Elisabeth (Alena Antalová) stellte eine wunderschön emanzipierte Frau dar, sie war überall auf der Bühne zu spüren, auch wenn sie da physisch nicht anwesend war. Wunderschöne Rolle, wunderschön dargestellt. Ein Kessel voller Leidenschart, der Zuschauer konnte spüren, mit welcher Freude Antalová ihre Gestalt darstellt. Jakub Uličník stellte Claude, Musikanten im Frackanzug, dar. Er ist Freud von allen, noch von Kindheit aus. Der Zuschauer ahnt zuerst nicht, warum er so geschlossen spielt, als ob er etwas in sich hätte, was ihn zwingt sich zurückzuhalten. Dann erfährt er, was es ist, doch ich werde es nicht verraten, es ist der Schlüsselmoment des Stücks. Claude in der Darbietung von Jakub Uličník ist ein wunderschönes Beispiel der absichtlich gebremsten Entwicklung der Gestalt um dann alles in voller überraschender Buntheit zu entwickeln. Martin Havelka stellt Vincent, Elisabeths Bruder, dar. Er ist Autor von den meisten Schwarzhumor-Witzen, er ist jener Bonvivant, Motor der verrückten Situationen, er ist Ziel von Angriffen seiner Freunde und Quelle von den meisten Konflikten. Havelka weiß eine Naturkraft zu sein und er macht es mit riesiger Freude. Es ist noch seine schwangere Partnerin Anna, von Viktória Matušovová dargestellt, zu erwähnen. Sie gehört ins Musicalensemble des Theaters, wir konnten sie in Flashdance und in Don Juan sehen, sie ist gute Schauspielerin, es gilt doch hier: auch große Schauspieler spielen manchmal kleine Rollen“.

Die tolle Gruppe der Schauspieler spielt auf der tollen Szene einen Jux mit unerwarteten dramatischen Momenten. Lachen, bis man Bauchschmerzen bekommt, und dann plötzlich Frieren. Kompliment, liebe Autoren, Kompliment, Herr Dramaturg, Kompliment, Herr Regisseur. Chapeau!

 

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