Lebe Wohl, meine Liebe

Lebe Wohl, meine Liebe

  • Genre
  • Bühne Schauspielbühne
  • Premiere21. April 2007
  • Vorstellungsdauer2:20 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen24
  • Derniére4. März 2008

Tragikomödie über das Theater des Lebens

William Saroyan, amerikanischer Autor von armenischer Herkunft, ist bei uns vor allem dank seiner poetischen Prosa Tracys Tiger bekannt, die zu den originellsten und mehr bewunderten Werken des zwanzigsten Jahrhundert gehört. Sein Theaterstück Die Höhlenbewohner (bei uns eher unter dem Titel Theater Welt bekannt), das wir unter dem Titel Lebe wohl, meine Liebe neu aufführen, wird im Theaterbereich ähnlich bewertet. Das Grundthema des Saroyans Stücks ist der menschliche Kontakt und der Liebesbedarf: im Saal eines alten, zum Abbruch bestimmten Theaters trifft sich zufällig eine gemischte Gruppe der Menschen, die unmittelbar an den Rand des Lebens und der Gesellschaft gerieten. Es sind die Leute, die auf den Bettelstab kamen und denen nur das Wertvollste blieb: Menschen zu sein. Und so geht im halbverfallenen Theatergebäude unmittelbar vor seinem definitiven Untergang ein monumentales Theater des Lebens vor, in dem die uralten Menschenrituale unbewusst wiederholt werden, an die sich man gewöhnlich erst dann erinnert, wenn man am schlechtesten fühlt. Die Wärme der sich haltenden menschlichen Handflächen erwärmt zum letzten Mal die verstaubte Bühne des alten Theaters und durchleuchtet die gefühllose Leerheit mit einem nebligen Versprochen der Zukunft. Diese monumentale und ergreifende Bühnenmetapher über das Schicksaal des modernen Menschen, über das, was eigentlich der Mensch ist und wie klein (oder groß, es hängt von Ansicht ab) seine Bedürfnisse sind, aber auch über das Theater in uns und über uns im Theater, wird in der Übersetzung von Jiří Josek aufgeführt.

 

Autor

  • William Saroyan

Übersetzung

  • Jiří Josek

Dramaturg

  • Ladislav Stýblo

Szenerie

Musik

Král

Královna

Matka a dáma s psíčkem

Šéf

Vévoda

Němý chlapec a mladík a soupeř

Mladá dívka s flétnou a houslemi

Jammie

Gorky, medvěd

Pes

Lebe wohl, meine Liebe, lebe wohl, meine Welt

Jiří P. Kříž 25. April 2007 zdroj Právo

Eine Glosse an die Kunst und Schinder des Stadttheaters Brno, von den Wortklaubern ständig ungerecht verfolgt.

Jemals schrieb Jan Blahoslav, vergessener tschechischer Humanist, die Philippika gegen Misomusen, was die Gegner der Kunst und Bildung sind. Im Zusammenhang mit der Situation im Brünner Theater und mit der Uraufführung des Stücks Lebe wohl, meine Liebe von William Saroyan im Stadttheater Brno fällt mir ein, dass gleiche Feinde der Kultur die Brünner Wortklauber sind.

Sie sind von zwei Typen: Volkstyp und intellektueller Typ. Die ersten nehmen an jeder Inszenierung, die sie nicht wie eine Fernsehshow unterhält, Anstoß. Die letzt genannten sind mehr verbissen. Sie decken ihre eigene Arbeiten, sog. Hochkunst – im Theater etwa fünf, sechs Wiederaufführungen – spucken Stacheln der Beschuldigung wegen Kommerz auf die, die einen Kompromiss zu finden wissen.

Das Stadttheater liegt den Wortklaubern ständig im Magen. Wegen seiner unerreichbaren Professionalität in der Kategorie des Musiktheaters und auch deswegen, dass sie wegen ihre Versenkung in sich selbst nicht schaffen, die Qualität der schauspielerischen Inszenierungen zu begreifen, von den z.B. In der Löwengrube von Mitterer (Regie Moša) und jetzt auch das Stück „über Liebe und Verständnis“ von Saroyan in der Regie von Zdeněk Černín das Nieveu des heimischen Durchschnitts hoch übersteigen.

Und zwar nicht nur dank der schauspielerischen Leistung von Erik Pardus (er wird von Jiří Pecha alterniert), der wie Wein heranreifte. Er weiß zu unterhalten sowie unsentimental zu rühren. Ähnlich ist auch dass Thema: In der Löwengrube die Liebe zum Theater und der Jude in ihm in der Zeit der brauen Totalität, im Stück Lebe wohl, meine Liebe das Ende des New Yorker Theaters Welt, das zum Abbruch bestimmt ist und das von Armen, Obdachlosen aus der Zeit wann sie noch nicht so genannt wurden, bewohnt ist.

Weis und liebenswürdig herrscht die Welt der König (Pardus, Pecha), ausgedienter Komiker. Die einzige Bedingung für die Annahme in sein Reich ist die Berührung mit dem Theater. Ihre Welt existiert unabhängig von den Menschen hinter dem Tor (oder im Zuschauerraum). Darüber hinaus hat sie die Kraft der Poetik von Saroyan, das Gute über Unrechtheiten, die uns quälen, zu heben. Sie wird aufnahmefähig und überzeugend in der Übersetzung von Jiří Josek, auf der Szene von Jan Dušek und mit romantisierenden Musikmotiven von David Rotter durch Irena Konvalinová (Königin), Karel Janský (Herzog), Evelína Jirková (Mädchen) und andere interpretiert. Versuchen sie, Sayoran im Stadttheater Brno nicht auszulassen.

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