Charleys Tante

Charleys Tante

  • Genre Schauspiel
  • Bühne Schauspielbühne
  • Premiere16. Dezember 2007
  • Vorstellungsdauer3:00 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen165
  • Preis 390 - 420 Kč

Intrigen-Konversationsstück

Ausgelassene Komödie (und eine der bestgeschriebenen Komödien in der Theatergeschichte) über zwei Studenten aus Oxford, Charlie und Jack, die sich anschicken, die Mädchen ihres Herzens auf ein Liebestreffen einzuladen. Mit Rücksicht auf ihre Schamhaftigkeit und eventuelle einfachere Gewinnung von beiden Mädchen haben sie doch vor, dieses Treffen als ein Treffen mit Charleys Tante inszenieren. Böswilliger Zufall zusammen mit Schulden, typischem Begleiter des Studentenlebens in jedem Land und in jeder Zeit, verursacht doch, dass in der Rolle Charleys Tante der ein bisschen verwöhnte Student Babberley auftritt.

Eine Reihe von überraschenden Situationen und prächtiger Humor, der von den besten englischen Traditionen ausgeht, sind zuverlässige Garantie der hochwertigen Zuschauerunterhaltung mit angenehmen Echos der Nostalgie. Mit der Regie wurde Gustav Skála beauftragt – (erinnern wir uns an seinen – unseren „unsterblichen Floh im Ohr“!).

 

 

Autor

  • Brandon Thomas

Regieassistent

Übersetzung

Szenerie

  • Eva Brodská

Choreographie

Charleys Tante

Pavel Klejna 16. Februar 2009 zdroj Divadelní novinky.cz

Autor: Brandon Thomas, Stadttheater Brno im Rahmen der Theatervorführung Tschechisches Theater 2009, am 15. Februar 2009
        
Exzellente Inszenierung in der Darbietung des Ensembles des Stadttheaters Brno. Charleys Tante, wie es sich gehört. Geschmeidige Situationskomödie auf wirkliche Kunst erhoben. Den Brünnern gelang es, perfekte Regie, ausgezeichnete schauspielerische Leistungen und erstklassige neue Übersetzung von Jiří Záviš zu verbinden. Das Ergebnis ist umwerfend.
           
Charleys Tante ist vielleicht die dankbarste Komödie aller Zeiten. Es gibt doch natürlich Unterschiede unter den einzelnen Einstudierungen. Im Stadttheater Brno machten daraus Spaß hoch zwei. Während die anderen Szenen den originellen Text ziemlich treu respektieren, bearbeiteten die Brünner die Dialoge nach ihrer Weise und man muss feststellen, dass es nur zu Vorteil der Inszenierung war. Ich selbst spielte irgendwann Charleys Tante und ich weiß, worüber ich spreche, wenn ich sage, dass die anderen Texte ihnen halfen. Einerseits war es nicht abgehorcht, andererseits gelang es ihnen, sich im Rahmen der Komödie zu halten und nicht auf die gegenwärtige Situation in Anspielungen irgendwie und um jeden Preis zu reagieren, wie es anderen oft vorkommt.
           
Die Goldmedaille gehört dem Regisseur und Choreographen Gustav Skála dafür, dass es ihm gelang, ein solches Tempo und eine solche Spannung im Spiel einzusetzen und vor allem zu halten. Ein Gag folgt den anderen, ein Witz kommt nach dem anderen. Auch mit der dynamischen Seite der Inszenierung wussten sie sich ausgezeichnet zu helfen. Die ewigen Ängste von Charley (von Alan Novotný dargestellt) und vor allem seine Ungeschichtlichkeit und Unfähigkeit, etwas Beliebiges, was ihm geworfen wurde, zu fangen, brechen im Zuschauerraum Lachensalven aus sowie die Tanz- und Gesangkreationen des Lords Babberly in der Darbietung des famosen Igor Ondříček. Ich möchte Herrn Ondříček nicht verletzen, aber seine Bewegungskunst deutet hin, dass er seine Rolle wirklich gründlich und tief vielleicht in einem verrufenem Haus studierte. Wenn er den Rock auf die Bühne künstlerisch abwirft, ist er dafür mit einem lang dauernden Applaus belohnt.  Student Jack in der Darbietung von Petr Štěpán weiß die Momente voll von Energie und Verve mit jenen, in denen er sich in ein wehrloses Wickelkind ändert und nicht imstande ist, ein Wort aus sich herauszubringen, mit Blitzschnelle zu wechseln.
           
Ziemlich schwierig ist die Rolle der wirklichen Charleys Tante Donna Lucia, die mit unglaublicher Liebenswürdigkeit gleichkommen muss und durch Mark und Bein angenehm sein muss. Etwas wie die Großmutter von Božena Němcová. Es ist festzustellen, dass sich die Darstellerin dieser schwierigen Gestalt, Frau Irena Konvalinová, damit zu helfen wusste und dass es ihr gelang, an Donna Lucia auch etwas Menschliches und Wirkliches zu verleihen. Ihre Donna Lucia ist sicher nicht so hundertprozentig positiv und tatsächlich und das ist nur gut!
           
Die Mädchen in der Darbietung von Pavla Vitázková als Kitty, Radka Couvalová in der Rolle von Amy und Lenka Janíková in der Rolle von Ela beweisen auf den ersten Blick, wie ihnen diese Inszenierung Spaß macht und wie sie sich damit unterhalten. Es ist eine Freude, ihre synchronisierte Bewegungen im Paar oder sogar in Drei zusammen mit Babbs zu beobachten. Ihr Zimpern und ihre Scheu verwandeln sich wie mit einem Zauberstabschwenken in Entschiedenheit und festen Willen, ihr eigenes Ziel zu folgen und kein Fußbreit zu weichen.
           
Zdeněk Junák! Einen solchen Spettique haben sie noch nicht gesehen! Wirklich jeder im Zuschauerraum hat Zwangslust, ihn für seine Habsucht, Kriecherei und Unterwürfigkeit, die mit Überordnung und Verachtung wechselt, zu stoßen. Es ist gerade er, wer mit zweifelloser Vorherrschaft die Bühne beherrscht und zwar auch im Moment, wer er gebrochen und umgeschlagen ist. Er nutzt seine physiologischen Eigenschaften völlig aus und dank seiner monumentalen Figur und starken Stimme reißt er die verdiente Aufmerksamkeit auf sich.
           
Alle Schauspieler ohne Ausnahmen spielen mit Begeisterung und für die Zuschauer. Sie sind in ihre Rollen verliebt und es ist zu sehen, wie das Spielen ihnen Spaß macht. Allen bis auf den letzen Mann kann man sehr gut verstehen und wenn sie Glück haben und in den ersten Reihen sitzen, dann können sie auch ihre perfekte Mimik beobachten, insbesondere jene von Josef Jurásek und Jan Mazák als Oberst Chesney, bzw. Diener Brasett.
           
Ein Kompliment gehört auch der Autorin der Kostüme und Szene Eva Brodská und den Kulissenschiebern, den es gelang, die ganze Bühne in rekordkurzer Zeit umzustellen. Im Grunde genommen, das ganze Realisierungsteam überraschte mich dadurch, wie es ihm gelang, diese anspruchvolle Inszenierung in die für es unbekannte Umgebung des Prager Theaters Divadlo na Vinohradech zu adaptieren.
           
Falls sie die Möglichkeit haben werden, lassen sie sich Charleys Tante im Stadttheater Brno um keinen Preis entgehen, ich unterstreiche: lassen sie sie um keinen Preis entgehen! Sie werden nicht bedauern.
 
"Das Leben ist kurz, die Kunst ist ewig."
 
 

Donna Lucia, Tante aus Brasilien, Urheimat der Affen

Jiří P. Kříž 17. Januar 2008 zdroj Právo

Berühmte Komödie von Brandon Thomas erschüttert die Zwerchfelle der Zuschauer im Stadttheater Brno

Den Trumpf der Weltposse, Charleys Tante von Brandon Thomas, im Stadttheater Brno mit der Erwartung zu besuchen, dass die Inszenierung von

Gustav Skála die Wiederholung des Erfolgs seines Teams, der auf derselbe Szene den besten tschechischen Floh im Ohr von Feydeau inszenierte, bedeutet, könnte täuschend sein. Vor allem Charleys Tante ist ein ganz anderer Typ der Posse, mit Übertreibung gesagt, ein "Überziehertyp", so dass sie zum Beispiel zu Some Like It Hot näher steht, wo zwei Männer in weiblicher Kleidung auch auftreten.

Und dann es ist noch immer gültig: zweimal kannst du nicht in denselben Fluss treten.

Kaufen Sie Programme

Ich empfehle: kaufen Sie im Stadttheater Brno Programme der Inszenierungen. So umfangreiche Informationen in weiten Zusammenhängen der Zeit und des Werks des Autors können Sie nirgendwo in Tschechien finden. Sie werden erfahren, wievielmal und wo Charleys Tante gespielt war und dass es oft nach der Premiere tausend Reprisen folgten... und auch dass die vielleicht bekanntesten Tanten bei uns Vlasta Burian, Lubomír Lipský oder Jozef Króner waren.

Letzte Chance

Die Geschichte werde ich nicht beschreiben. Falls sie sie nicht kennen, besuchen sie Theater sowieso nicht. Also vielleicht letzte Aufforderung, wenn sie sich entscheiden würden, sich von den Blödsinnen im Fernsehen zu erheben: falls sie nicht mit Charleys Tante beginnen, versuchen sie es lieber nicht. Nichts mehr werden sie verstehen. Die Tante ist die letzte Chance, sich nicht nur der tschechischen politischen Repräsentanz und ihren Possen zu lachen.

Solo für Igor Ondříček

Es ist immer wichtig, dass es im Ensemble eine gute Tante gibt: Donna Lucia D’Alvadores aus Brasilien, Urheimat der Affen (jene wirkliche war bei der Premiere von Eva Gorčicová dargestellt), in der Tatsache guter Spießgeselle und ewiger Student der Oxford Universität, Lord Fancourt Babberley, Babbs gesagt. Im Stadttheater Brno könnte Gustav Skála niemanden besseren als Igor Ondříček finden.

Blitzsaubere Komödie

Die anderen spielen mit ihm automatisch mit derselben Begeisterung: Oxford-Absolventen Charley (Alan Novotný), Jack (Petr Štěpán), sein wissender Diener Brasset (Jan Mazák). Und natürlich auch ihre Lieben, Musen - Kitty (Pavla Vitázková) und Amy (Radka Coufalová).

Natürlich das alles zielt in Verwicklungen zu einem Happy End hin. Wenn sie sich lieben, so werden sie sicher heiraten und an die Scheidung denken sie noch nicht. Im Unterschied zu unseren schon genannten politischen Kasperlszene. Und es ist gut.

 

Im Theater donnerte das Applaus

Peter Stoličný 15. Dezember 2007 zdroj www. divadlo.sk

Charleys Tante in Brno

Letzte Woche konnte ich bei der Premiere Charleys Tante im Stadttheater Brno aus dem Rang sicher nicht die beste Bühne sehen - ein Teil, wo viele Gags vorgingen, sah ich überhaupt nicht - ich hatte doch guten Überblick, was im Zuschauerraum passiert. Und es war wirklich interessant: eine Dame in Premieretoilette mit Straußboa plapperte sich in Schenkeln wie ein afrikanischer Schamane. Ein korpulenter Herr, bekannter Brünner Unternehmer bemerkte gar nicht, dass ein Stück seines wohlgeborenen Bauchs beim Lachen aus ihrem Hemd herausfand und lachte wie ein Verrückter. Und eine junge Studentin der Janacek Akademie der musischen Künste, die an der Treppe saß, begann auf einmal so zu lachen, dass es aus ihrer Nase einen Rotz abschieß. Wo blieben nur jene nachsichtige Lächeln aus intellektueller Aufsicht. Plötzlich saßen im Zuschauerraum statt den Professoren "die Gräber".

In der Brünner Inszenierung spielen alle gut, respektiv ausgezeichnet. Aber Igor Ondříček in Verkleidung von Donna Lucia ist unwirklich. Ein alter Kerl, mit einer vorgerückten männlichen Glatze, wirkt schon mit seinem Aussehen in ausgezeichnet ausgewähltem weiblichem Kostüm (Ausstattung Eva Brodská) humorvoll. Ungeschicktes Gehen in Hackenschuhen, weiblich modulierte männliche Stimme, wunderschöne Hilflosigkeit eines Menschen, der sich in eigene Lügennetze verwickelt, ließen nicht ein Auge im Zuschauerraum trocken. Der Regisseur Gustav Skála nutzte alle Vorteile der neuen Übersetzung von Jiří Záviš und der Bearbeitungen, die er mit dem Dramaturgen Ondřej Šrámek durchführte (einige Passagen sind im Vergleich mit dem Original verkürzt), aus. Es gelang ihnen, auch die englische Komik des Studentenslangs und seines Gegensatzes, eleganter Sprache, durch tschechisches Äquivalent von diesen zwei Polen gewissermaßen zu ersetzen, auch wenn es immer die schwierigste Sache bei den Übersetzungen Charleys Tante ist.

Die Boulevard-Situationskomödie ist immer eine fast sichere Garantie des ausverkauften Zuschauerraums. Einfach gesagt, es ist ein "Kassenspiel". Die Leute wollen lachen, sie wollen mindestens manchmal mehr "Gräber" als "Professoren" sein. Dem Stadttheater Brno gelang es, einen vollblütigen unterhaltenden Titel herzustellen. Wer Stücke mit tieferem Inhalt sehen möchte, soll Maria Stuart, Markéta Lazarová oder Warten auf Godot besuchen. Bei solchen Vorstellungen wird er nicht viele Gründe zu lachen haben.

Es ist wunderschön, dass das Theater so vielen Gesichter hat! Es ist ausgezeichnet, dass man in Brno so wunderschön lachen kann!

 

 

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