Sugar (Manche mögen´s heiß)

Sugar (Manche mögen´s heiß)

  • Genre Musical
  • Bühne Schauspielbühne
  • Premiere5. Februar 2011
  • Vorstellungsdauer2:55 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen113
  • Preis 450 - 480 Kč

Musicalkomödie

Das Musical entstand aufgrund des legendären Films Manche mögen’s heiß mit Marilyn Monroe. Es ist kaum zu glauben, aber der erwähnte Film wurde vor sechzig Jahren, im Jahre 1959, zum ersten Mal projiziert. Das gleichnamige Musical gewann dann großen Erfolg in aller Welt und im Dezember 2008 wurde es auch vom Regisseur Stanislav Moša im slowenischen Stadttheater Ljubljana in Szene gesetzt. Dieser wird sich auch der Regie der Inszenierung in unserem Theater annehmen.
 
Zwei armen Musikanten mengen sich zufällig in den Krieg der Mafiagangs bei. Sie werden verfolgt und es bleibt ihnen nicht anders als sich sicher verbergen. Sie ziehen sich die Frauenkleider an und lassen sich in eine Kapelle engagieren, die eine Tournee nach Miami Beach aufbricht. Florida wird für die obdachlosen Musikanten einmalige Gelegenheit, aus dem Blickfeld der Mafia zu verschwinden... Ihr wahnsinniges Abenteuer endet doch noch lange nicht! Dank ihrer Verkleidung erleben sie eine Reihe von komischen Situationen und darüber hinaus verlieben sich beide unsere Helder in die bezaubernde Sängerin und Ukulele-Spielerin Sugar. Als ob es nicht genug wäre, ein älterer Millionär bietet einen unseren bezaubernden Musikern im Frauenkleid um seine Hand...                                                         

Autor

  • Jule Styne
  • Bob Merrill
  • Peter Stone

Regieassistent

Übersetzung

  • Jiří Josek

Dramaturg

Musikeinstudierung

Choreographie

Choreographieassistent

Asistentka dirigenta

  • Ema Mikešková

Joe (Josefina)

Bienstock

Sir Osgood Fielding

Psí dečka

Párátko Charlie / Taxikář

1. gangster / 1. milionář

2. gangster / 2. milionář / Liftboy

Frajer / 2. milionář

3. gangster / 3. milionář

Malý Bonaparte

Dolores

Mary Lou

Sugar! (Manche mögen´s heiß)

David Kroča 3. Oktober 2011 zdroj Tschechischer Rundfunk 3 - Vltava

Sugar! (Manche mögen´s heiß)
Das Musical Sugar! gehört zu den dramaturgischen Fixsternen auf unseren Bühnen und ich gebe direkt zu, dass ich nur selten etwas Neues von seiner Aufführung erwarte. Die Einstudierung des Stadttheaters Brno überzeugt doch, dass das Theater eine immer entdeckende und überraschende Kunst ist. Der Regisseur Stanislav Moša nutzte seine eigene Bearbeitung des Musicals aus, welche ursprünglich für die Inszenierung im slowenischen Ljubljana entstand. Ihre Grundlage ist die Reduktion der Gestaltzahl in zwanzig Akteure und die Bemühung, das Potenzial der Filmvorlage möglichst viel auszunutzen. Mit Recht setzt man dann voraus, dass die Zuschauer diese Geschichte über zwei Musikanten, die bei ihrer Flucht vor Gangstern ein Engagement in einer Mädchenkapellen annehmen, gut kennen.
Der Regisseur setzte auf die schwarzweiße bildnerische Lösung, welche die Filme der alten Zeit sondern auch die Poetik der klassischen Comics aus der Zwischenkriegszeit evoziert. Über der schwarzweißen Szene von Jaroslav MIlfajt mit gezeichneten Kulissen von Petr Hloušek schwebt die Comicsblase mit dem Namen der Titelgestalt und auch die Kostüme von Andrea Kučerová respektieren den gewählten Stil – sie kombinieren die schwarze und weiße Farbe in Form von Streifen, Punkten und anderen Variationen. Grundsätzlich ist doch die schauspielerische Auffassung, die wie in Comics übertrieben ist und aus parodistischen Innovationen schöpft. Der Zugang der verbrecherischen Gruppe auf die Bühne verwandelt sich bald in eine Stepptanznummer und den Schauspielern sekundieren manchmal auch die gezeichneten Figuren in Lebensgröße. In der Gestalt von Joe alias Josephine kehrte Roman Vojtek auf seine Mutterszene nach Jahren zurück und er ist zweifellos ein wirklicher Star der Inszenierung, man kann doch nicht einmal den alternierenden Petr Štěpán vergehen, der den Bewerber im Damenkleid mit raffinierter Rationalität ausstattete. In der Rolle des verrückten Jerry alias Musikantin Daphne alternieren Milan Němec und Aleš Slanina, wobei vor allem die Leistung von Slanina zu jenen gehört, die der Schauspieler wirklich völlig genießt. Und endlich, in der dankbaren Rolle der süßen Sugar, die Prototyp einer anmutigen doch nicht zu viel scharfinnigen Blondine ist, alternieren Ivana Skálová und Mária Lalková.
Diese ziemlich lange, beinahe drei Stunden dauernde Inszenierung auf der Bühne des Stadttheaters Brno ist eine bis zu allen Details durchdachte Schau, bei der sich der Zuschauer nicht langweilt. Neben den Schauspielern, die die Möglichkeit einer Verkleidungskomödie völlig ausnutzen, steht diesmal hinter dem Erfolg der ganze Inszenierungsteam sowie der gut spielende Orchester.
           ,

IN BRNO TOBT EIN VERKLEDIUNGSCOMIC

Vít Závodský 31. Mai 2011 zdroj Týdeník Rozhlas

IN BRNO TOBT EIN VERKLEDIUNGSCOMIC
Die Musikproduktion des Stadttheaters Brno, welche einen bedeutenden Teil seines Spielplans darstellt, präsentierte jetzt zwei sehenswürdige Momente. Zum fünfzehnten Jubiläum der Aufführung des Musicals West Side Story, das in vielen europäischen Ländern mit Erfolg gastierte und schon 650-mal wiederaufgeführt wurde, wurde eine außerordentliche Vorstellung mit mehr oder weniger ursprünglicher, die primäre Energie ausstrahlender Starbesetzung aufgeführt. Kurz vorher fand die Premiere des Musicals Sugar! (1972) von drei amerikanischen Autoren Jule Styne – Peter Stone – Bob Merrill statt, das auch vom Direktoren des Stadttheaters Brno Stanislav Moša einstudiert wurde.
Die Geschichte von zwei Musikanten, die sich vor dem Mafiagang in einer Mädchenkapelle verstecken und viele verrückte Situationen in Verkleidung erleben, gehört zu reicher Tradition der Welt-Verkleidungskomödien. Der Regisseur traf sie zu Hause und im Ausland schon zum vierten Mal, wobei er auf seiner heimischen Szene den zum ersten Mal vor zwei Jahren in Ljubljana verwendeten Zugriff variierte. Er besteht - auf dem Untergrund der flinken Übersetzung von Jiří Josek - in kompletter Adaptierung der Vorlage aus Broadway durch die Annährung zum Drehbuch des älteren, berühmten Films von Wilder Manche mögen´s heiß und in ihrer eigenartigen bildnerischen Stilisierung (Jaroslav Milfajt, Petr Hloušek) in die Form eines Bühnencomics. Bei der Begleitung des live spielenden, vielköpfigen Orchesters des Dirigenten Ondřej Tajovský und in der einfallsreichen Choreographie von Vladimír Kloubek mit Stepptanznummern genießen wir Kaskaden von geschmackvoll gemachten Gags der Akteure in konsequent schwarzweißen Kostümen, sowie flache Figuren, die in gezeichnete Kulissen eingegliedert sind. Allen Schlüsselprotagonisten, welche die begrüßte schauspielerische Gelegenheit mit diszipliniertem Appetit ausnutzen, steht der Wort- sowie Situationshumor nah – nach der Alternierung mehr robust oder mehr gedämpft – handelt es sich um das nicht karikierte naive Titelmädchen (Mária Lalková), maßvolle Saxophon-Josephine (Roman Vojtek), mehr wilde Bassistin Dafne (Aleš Slanina), Manager Bienstock (Michal Isteník) oder um den Millionär Osgood Fielding (Jan Apolenář). Dieser weitere zweiteilige Abend behält sich die vereinigende Interpretierungsobenansicht, so dass es an nicht unterwürfige Unterhaltung keine Not herrscht.

Neue Sugar! hat Schmiss

Iveta Macková 10. März 2011 zdroj Kult

Neue Sugar! hat Schmiss
In der Einstudierung von Sugar! im Stadttheater Brno des Regisseurs Stanislav Moša glänzen Roman Vojtek (Joe und Josephine) und Milan Němec (Jerry und Daphne). Die Leistung von Mária Lalková in der Rolle der jungen bezaubernden Sugar ist zwar fehlerlos, der Bravour und dem Esprit ihrer mehr erfahrenen Kollegen, die zu eindeutigen Zugpferden der Premierevorstellung wurden, konnte sie doch nicht konkurrieren.
Die neue Inszenierung hat Schmiss und Verlauf, ihre wilde sowie groteske Handlung in variierendem Tempo fließt aus einer Szene in eine andere. Neben den ausgezeichnet dargestellten schauspielerischen und sängerischen Nummern sowie Tanznummern unterhaltet sich das zufriedene Publikum auch durch viele vielfältige Situationen, Verwechslungen, Gags und natürlich durch wunderschöne, live gespielte Musik in der Darbietung des Orchesters des Stadttheaters Brno unter der Führung des Dirigenten Ondřej Tajovský und mit den Liedern von Bob Merrill in spielerischer Übersetzung von Jiří Josek. Man spielt in witzig aufgefassten, passenden, schwarzweißen Kostümen von Andrea Kučerová und auf der nach Comics gestimmten Szene von Jaroslav Milfajt mit den Zeichnungen von Petr Hloušek.
Der Verspieltheit und Witzigkeit der Einstudierung entspricht auch die ausgelassene Choreographie von Vladimír Kloubek, einschließlich der Stepptanznummer der Mafiamitglieder. Kurz gesagt: das neue Stück Sugar! hat in sich das, was die meisten gegenwärtigen Zuschauer gern empfangen – perfekt durchgeführtes Kunstwerk, das unterhaltet, den Kopf voll von Sorgen entspannt und das Zwerchfell erschüttert.

Comic-Sugar! zieht aus den schauspielerischen Kreationen Nutzen

Lenka Suchá 7. März 2011 zdroj Brněnský Deník

Comic-Sugar! zieht aus den schauspielerischen Kreationen Nutzen
Die Bühnenbearbeitung des bekannten Crazy-Gangsterstücks Manche mögen´s heiß im Stadttheater Brno belebt den vergangenen Ruhm des schwarzweißen Films
Schon den zweiten auf den retrospektiven Stil hinweisenden Titel ordnete das Stadttheater Brno in dieser Saison in seinen Spielplan ein. Nach der Bearbeitung Schule, das Fundament des Lebens von Burešová griff es diesmal nach der Bühnenversion des unsterblichen Films Manche mögen´s heiß, die es auf der weniger geräumigen Schauspielbühne aufführte. Für den Regisseur Stanislav Moša ging es dabei schon um die vierte Replik dieser wahnsinnigen Verkleidungskomödie, wann er sie vorher in einem kurzen Zeitabschnitt in Ljubljana in Slowenien, im Prager Theater Divadlo pod Palmovkou und im deutschen Bautzen einstudierte. Dass die Inszenierung in Brno keine bloße sklavische Kopie der vorigen Vorstellung ist, ist vor allem das Verdienst der Schauspieler, die ihre Gestalten auf spezifische Weise darstellten.
Tango und schießende Torte
Moša ging von der im Jahre 1972 auf Broadway entstandenen Musicalversion Sugar! (sie wurde fünfhundert Mal wiederaufgeführt) absichtlich nicht aus, sondern er nährte seine eigene Einstudierung dem um dreizehn Jahre früher entstandenen Film von Billy Wilder möglichst viel an. Die Zuschauer, die sich an das unübertreffliche Trio von Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon immer sehr gut erinnern, kommen also mehr auf ihre Kosten, wenn sie auch einige aus dem Film bekannte Szenen auf der Bühne sehen. Neben der schießenden Torte oder dem Tango von Daphne mit Osgood singt ihnen Sugar den Hit I Wanna Be Loved By You (Nur dich will ich lieben), darüber hinaus von dem fünfundzwanzigköpfigen live spielenden Orchester unter der Leitung des Chefdirigenten Ondřej Tajovský begleitet.
Wenn aber jemand will, einige Repliken zusammen mit den Protagonisten im Geiste hersagen, kann er enttäuscht sein. Die Autoren verwandten nämlich, wie auch vor zwei Jahren im Theater Divadlo pod Palmovkou, die neue tschechische Übersetzung von Jiří Josek, der mit allen zweideutigen Anspielungen und Gags auf seine eigene Weise spielte.
Die Faszinierung von Moša durch den damals noch schwarzweißen Film ist in der bildnerischen Form der Inszenierung am deutlichsten zu sehen. Mit der Hilfe von Jaroslav Milfajt und Petr Hloušek schuf er die Szene sowie die gezeichneten Kulissen genau im Comicstil. In demselben Geiste sind auch die passenden Kostüme, für die Andrea Kučerová neben der schwarzen und weißen Farbe auch die effektvolle silbrige verwand. Vielleicht die einfallsreichste Interpretierungsverschiebung ist die Stepptanzstilisierung der Party der Gangster von Chicago. Ihre perfekt synchronisierte Tanznummer „Gehen sie die ganze Stadt durch und durch“ gehört zu den Gipfeln der Inszenierung. Die gewählte Konzeption zieht aus Einfachheit, Abkürzungen und Sinn für Detail Nutzen (z.B. nach der Schießerei in den Garagen in Clark Street färben sich auch die gezeichneten Figuren mit Blut und fallen auf den Tisch).
Der Hauptvorteil der Einstudierung in Brno besteht zweifellos in den schauspielerischen Leistungen, von denen nicht nur jene in den Hauptrollen die Aufmerksamkeit der Zuschauer ziehen. Die erwartete Rückkehr auf die Szene, auf der er seine ersten professionellen Erfahrungen gewann, erlebte hier der gastierende Roman Vojtek. Der Dreirolle von Joe, Josephine und Millionär Junior verlieh er natürliche Eleganz, Niedlichkeit sowie Beweglichkeit. Dank dem mehr dankbar geschriebenen Part zog aber die größere Aufmerksamkeit der andere von den zwei armen Musikanten – Darsteller von Jerry alias Daphne.  Milan Němec ruft mit seiner souveränen Darstellung den Eindruck heraus, als ob er für die weiblichen Gestalten geboren wäre (erinnern wir an seine Stiefmutter im Schneewittchen in der vorigen Saison). Und nichts daran ändert die Tatsache, dass er dieselbe Gestalt schon bei seinem vorigen Engagement in Pardubice darstellte, so dass er einen kleinen Vorsprung vor den anderen hatte. Milan Němec tobt in seiner Rolle im guten Sinne des Wortes, er spielt mit ihr bis allen Details, unterhaltet mit immer neuen schauspielerischen Lagen und anscheinend unwillkürlicher Komik. Und was das Wichtigste ist: die ganze Zeit hält er den Stilisierungsmaß fest in der Hand, er rutscht nie zu der unterwürfig billigen Verzerrung oder Travesti-Karikatur.
Retrospektive Entspannungsstück
Die Blondine Sugar, von der man vor allem einseitige Stilisierung in ein simples naives Mädchen erwartet, ist in der Darbietung von Mária Lalková noch ein angenehm niedlicher Kobold. Von den gelungenen Nebenrollen sind vor allem Osgood Fielding in der Darbietung von Jan Apolenář, Bienstock in der Darbietung von Michal Isteník (seine Etüde mit einer Blume ruft Szenenapplaus heraus) oder die Süße Sue in der Darbietung von Pavla Vitázková (ihr Ausruf „Biiiinstook“ klingt noch lange in den Ohren) zu erinnern.
Sugar! in Brno ist keine monumentale Schau mit großartigen Effekten, sie will sie auch nicht sein. Sie bietet doch ein angenehmes Entspannungsstück mit live spielendem Orchester und dankbaren schauspielerischen Kreationen an. Und das ist sicher nicht wenig.
, , 7.März 2011 

Sugar!

Jiří P. Kříž 22. Februar 2011 zdroj Xantypa

Sugar!
Stanislav Moša studierte Sugar! schon zum vierten Mal ein. Nach dem slowenischen Ljubljana, sorbischen Bautzen und nach dem Prager Theater Divadlo Pod Palmovkou war es diesmal in Brno. In ungewöhnlicher schöpferischer Gradation. Wer nicht einmal von der Sexy-Sugar von Marilyn Monroe und von den bekanntesten Herrenkreationen in Frauenkleidern, wie sie in den Gestalten von Josephine und Daphne durch die Musikanten Joe und Jerry – also Tony Curtis und Jack Lemmon – dargestellt werden, nicht aufgeregt wäre! Der Einfall ist einfach: das schon zwanzig Jahre tote stumme Groteskfilmlustspiel am Ende der fünfziger Jahre wieder zu beleben. Wie denn sich die noch um dreizehn Jahre jüngere Musicalbearbeitung (1972) nicht eingebürgert würde! Stanislav Moša zusammen mit den Bildnern Jaroslav Milfajt und Petr Hloušek verwandelten die Groteske in ein Comic – mit zusätzlichem Malen von Gangstern, Mitgliedern des Orchester der Süßen Sue, der Menschen auf dem Strand. Direkt auf die amerikanische Retusche gemachte Kulissen. Eine große Augenweide sind dann die Stepptanznummern der Gangster, was die Arbeit des Choreographen Vladimír Kloubek ist. Sonst sind die Schurken friedselig, weil zum Beispiel die legendäre todbringende Schnellfeuerszene mit der Geburtstagstorte unter dem Brudermotto „Wir begrüßen die Delegaten der zehnten Jahresversammlung der Freien italienischen Oper!“ vorgeht. Gottgefälligkeit wie in der Politik. Brno ist das mitteleuropäische Musicalzentrum. Und es ist nicht nur Gesang oder Tanz oder Schauspielkunst, sondern alles zusammen. Weit und breit weiß es keiner so zu machen.
, , 22.Februar 2011

Karla Hofmannová 18. Februar 2011 zdroj www.zivotnistyl.cz

Sugar! – Titel, der immer zu erfreuen weiß
Das Stadttheater Brno führte ein Titel auf, der sozusagen „eine Wette auf die Sicherheit“ ist. Das Musical nach dem Film Manche mögen`s heiß  ist ein Beststeller. Und wenn man dazu noch witzige Regie und mehrere hochwertige Komödienschauspieler zugeben, ist es ein sicheres Kassenstück für das Theater.
In diesem Fall klappte die Absicht zu hundert Prozent. Es entstand eine lebendige, witzige und anmutige Vorstellung, die ähnlich wie ein guter Champagner perlt. Der Regisseur Stanislav Moša hat Sinn für Übertreibung und Gags und weiß, was bei dem Zuschauer funktionieren wird. Gleichzeitig lässt er aber die Protagonisten, ihre Rollen zu genießen.
Die schwarzweiße Szene von Jaroslav Milfajt und  Petr Hloušek geht von der Filmbearbeitung aus und es ist eigentlich ein Comic. Die wirkungsvollste ist die klassische Szene auf dem Bahnhof, auf dem der Rauch aus der gezeichneten Lokomotive an Sugar strömt. Zauberhaft sind die Kombinationen von lebendigen und gemalten Gangstern. Die Kostüme von Andrea Kučerová sind auch schwarzweiß und schwärmen durch Kombinationen von Formen und Materialen.
Die Musikeinstudierung ist die Arbeit von Ondřej Tajovský. Das Orchester spielt zuverlässig und respektiert die Sänger, die zwar mit Microports singen, aber hinsichtlich dazu, dass die Prosa nicht beschallt ist, sorgen der Tonmeister sowie der Dirigent um die Ausgewogenheit des Klangs und um die Hörbeschaulichkeit des Zuschauers.
Mária Lalková ist eine zauberhafte Sugar, sie scheint an Merylin Monroe wie aus dem Gesicht geschnitten zu sein. Und zwar nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern auch mit ihrem Ausdruck. Dabei ist sie wahrhaft und lieb. Die Protagonisten des Stücks sind doch Roman Vojtek als Joe (Josephine) und Milan Němec als Jerry (Dafne). In den männlichen Gestalten sind sie abgenützte ausdruckslose Kerl, aber wenn sie im Frauenkleid auf die Bühne einfallen, leuchten sie sie auf. Bewundernswert ist vor allem ihre Bewegungskultur, die in der Choreographie von Vladimír Kloubek hohe Ansprüche an sie stellt.
Der Favorit der  Vorstellung ist Milan Němec, dessen Dafne zündend und biegsam ist, es geht ihm gut auch, was die Stimme betrifft. Seine komischen Duette mit Osgood (Jan Apolenář) sind unüberwindbar. Auch wenn beide die Übertreibung nicht vermeiden und manchmal in Überstiegen gelangen, respektieren sie immer ihre Rollen.
Sugar! im Stadttheater Brno weiß zu unterhalten und enttäuscht sicher nicht. Sie hat alles, was eine Unterhaltungsvorstellung haben soll. Professionelle Obenansicht und Durchführung, Schmiss, Komik und Poesie. Sie ist anmutig und weiß zu erfreuen.

Sugar! in Brünn war ausgezeichnet

Josef Mlejnek 12. Februar 2011 zdroj MF Dnes – Magazín Víkend

Sugar! in Brünn war ausgezeichnet
Das berühmte Musical Sugar! erschient nach etwa einem Vierteljahrhundert auch auf den tschechischen Bühnen – zum letzten Mal wurde es vom Regisseur Stanislav Moša im Stadttheater Brno aufgeführt. Diese unübertreffliche Geschichte von zwei Musikanten, die sich in der Verkleidung in einer Mädchenkapelle verbergen mussten, wurde im Jahre 1959 von Billy Wilder verfilmt. 1972 wurde der Film Manche mögen´s heiß, derfür die beste Filmkomödie des Jahrhunderts gehalten wird, in die Form eines Musicals mit dem Titel Sugar! bearbeitet. Für Stanislav Moša ist es schon das vierte Treffen mit diesem Werk: zweimal studierte er es im Ausland, einmal im Prager Theater Divadlo pod Palmovkou ein.
Wie bei der Fahrt, wie auf der See
Auch rein hypothetisch ist es sehr schwierig, sich dieses zielstrebig in Szene gesetzte berühmte Musical ohne jedwede Relation zu seiner Vorlage vorzustellen. So große Kultkraft hat dieses Filmwerk! Stanislav Moša versuchte dann bei seinen Inszenierungen die Musicalversion dem Original möglichst viel anzunähren, ohne dass das Ergebnis eine sklavische Replik wäre. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass er erst auf seiner heimischen Szene das Ensemble fand, das seine Vorstellungen fast restlos erfüllen konnte.
Der Autor der Szene ist, wie auch im Theater Divadlo pod Palmovkou, Jaroslav Milfajt. Auch die Handlung geht in den „zweidimensionalen“ Comickulissen vor. Die stilisierten Gangsters wissen ausgezeichnet zu steppen, eine besondere Form bekam dann die berühmte Szene aus der Garage in Clark Street in Chicago, wo Charlie, seine Kartenspielkumpanen und dann auch ihre Mörder wie verbrecherische Monster aus einem Computerspiel sprechen. Das Bettenkupee, wo eine Party stattfindet, schüttelt sich bei der Reise nach Miami in Florida „wie“ bei einer Fahrt, auf dem Strand springen dann die Mädchen in den Orchesterraum „wie“ in die See, was ganz gut funktioniert.
Um so mehr liegt dann es auf den Schauspielern, die Zeitatmosphäre hervorzurufen und die Gestalten zu vergegenwärtigen, die die meisten Zuschauer dank dem mit Oscar-Preise bekränzten Film aufwendig kennen – die berühmtesten Repliken werden von manchen Zuschauern sogar leise vorgesprochen. Ruft die Süße Sue (Pavla Vitázková) den Manager Bienstock (anständiger Michal Isteník) im Nominativ wegen der Vorlage an oder deswegen, dass sie als die ehemalige Soldatin den Vokativ im Tschechischen nicht kennt?
In den Spuren von Marilyn
Sugar Kane in der Darbietung von Mária Lalková (von Ivana Skálová alterniert) ist nicht nur ein naives Mädchen, ihre Darstellerin verlieh ihr neben der zerbrechlichen Anmut auch jene besondere wehrlose Unschuldigkeit, die der Gestalt gerade die „göttliche“ Marilyn verlieh. Alle Gestalten lassen sich dann nach ihren ikonischen Attributen und notwendiger Stilisierung einfach erkennen. Aus dem Paar Joe alias Josephine (Roman Vojtek) und Jeryy alias Daphne (Milan Němec) scheint der letzt genante mehr markant zu sein. Sein schwankender männlicher Plumpsack ist in der weiblichen Verkleidung mehr als überzeugend. Doch Aufmerksamkeit, bitte: bei der Party mit dem schicksalhaften Osgood Fielding (Jan Apolenář) führt er grazielen Tanzschritt eines Mädchens souverän vor. Und bei den gesungenen Teilen (nichts wird hier nur zur Hälfte gemacht!) mit dem live spielenden Orchester ist es bei den Protagonisten erkennbar, dass die Musicalschauspielkunst nicht nur „aus alles etwas“, sondern eine Frucht der vollen Allseitigkeit sein muss. Man sagt, dass sich alle bei der Aufnahme des Films Manche mögen´s heiß beinahe metzelten; paradoxvoll entstand damals ein unsterbliches Werk. Wenn so etwas zu einer Regel sein sollte, müssten sich auch alle im Stadttheater Brno aufeinander einhauen.

, , 12. Februar 2011

Schwarzweiße Sugar in Brno ist theaterfarbig

Luboš Mareček 8. Februar 2011 zdroj MF Dnes – Südmähren

Die Theaterversion des berühmten Films Manche mögen´ s heiß wird in Brno angeboten. Das hiesige Stadttheater bereitete die Musikkomödie Sugar! vor, die nicht nur die eingefleischten Fans des berühmten Films gut stimmt.
Die Inszenierung Sugar! des Regisseurs Stanislav Moša im Stadttheater Brno geht von der schwarzweißen Poetik von Filmen und Comicstrips aus. Ein anderer Ton (wollüstige rote Lippenstifte nicht eingerechnet) ist auf der Bühne nicht zu finden. Und nicht nur der Ausstattung und den Kostümen passt diese nachhaltige zweifarbige Stimmung sehr gut. Es handelt sich nicht nur um die gewünschte Retro-Atmosphäre der zum Schein verblichenen Zelluloidwelt, der die herrliche MM jemals herrschte. Diese anschaulich monotone Stimmung spiegelt vor allem funktionsmäßig wider, was in dieser Inszenierung das Bunteste ist: und zwar die schauspielerischen Leistungen.
Das Musical entstand im Jahre 1972 frei nach dem Filmbuch und es wurde mehr als fünfhundert Mal auf Broadway wiederaufgeführt. Es ist gerecht zu bemerken, dass der Regisseur Moša diesen Titel schon in Ljubljana, Prag und Bautzen in Szene setzte. Gegenüber der Broadway-Theaterversion verbirgt seine Inszenierung seine Bezauberung durch den legendären Film nicht. Und er versucht auch seine Theaterversion dieser schwarzweißen Unterlage möglichst viel nahe zu bringen.
Die für Zuschauer dankbare Verkleidungskomödie über zwei arme Musikanten, die sich in einer Mädchenkapelle vor Gangstern verbergen, ist voll von Gags, Wort- sowie Situationswitzen. Was liegt daran, dass viele diese Witze aus dem Ungleichgewicht zwischen Geschlechter fördern und die primären Gefühle der Zuschauer angreifen. 
 
Was die schauspielerische Kunst betrifft, sind vor allem die Damen ausgezeichnet, jene echte sowie unechte
Der Titel, der bei uns regelmäßig wiederaufgeführt wird, hat in Brno dank der flinken Übersetzung von  Jiří Josek ausgezeichnete verbale Kondition. Jetzt geht es nur darum, alle diese Wörter und zweideutige Bedeutungen auf der Bühne richtig zu verwenden und so auch die Zuschauer in Stimmung zu bringen, die über Schwierigkeiten von zwei in weibliche Röcke angekleidete und mit Strumpfhaltern, Absätzen sowie mit aller weiblicher Parade kämpfende Männern Spaß haben.
 
Und das gelingt in Brno sehr gut. Die Inszenierung von Moša hat unnachlassendes und gradierendes Tempo, das auch von der live Musik in der Darbietung des beinahe dreißigköpfigen Orchesters ausgezeichnet getragen und erhalten wird. Der ausgezeichnete Klang der von Ondřej Tajovský dirigierten Kapelle gehört zu den Vorteilen dieses neuen Theaterstücks. Er verleiht dem Ergebnis jenen richtigen Geschmack, den dieses Stück bei der Verwendung von Playback verlieren würde.
Wie es schon gesagt wurde, stützt sich Sugar! auf den schauspielerischen Leistungen des Haupttrios. Der Rezensent konnte leider nur die Alternierung des Trios Mária Laková, Milan Němec und Roman Vojtek sehen, wobei der letzt genannte als Gast unter das Theaterdach zurückkehrt, unter dem er seine ersten professionellen Erfahrungen gewann. Die beiden genannten Männer genießen ihre Travestity-Aufgaben sehr. Insbesondere Milan Němec vorführt, dass er ein Schauspieler mit glänzendem Komödienregister ist. Seine Dafné ist eine energische Frau, sehr theatertüchtig, Němec lässt sie doch nie von der Kette los. Zusammen mit Vojtek tobt er auf der Bühne mit Vollgas, keiner von ihnen rutsch doch nie dazu, dem Publikum vorzulaufen. Ihre Damen haben sie einfach unter Kontrolle und gerade deswegen unterhält sich der Zuschauer durch diese Verwandlung noch mehr.
Es scheint sogar, dass dieser Taifun der weiblichen Schauspielkunst in der Darbietung dieser zwei Männer die Leistung von Sugar Kane in den Schatten stellt. Der Schein trügt. Die wirkliche Haupt-Frauengestalt in der Darbietung von Mária Laková stützt sich auf perfekter Stilisierung in einfache naive Blondine, die ein bisschen trinkt und auf ihren Millionär wartet. Lalková konnte ihre Gestalt lassen, nur die Augen zu rollen, den Mund zu rümpfen und den Hinteren zu wedeln. Natürlich, alle diese Waffen werden von der Schauspielerin bei ihrer naiven Sugar genutzt. Die streng und genau gehaltene Stilisierung dieses kindischen Kobolds weckt doch keinen flachen Eindruck bei dem Publikum. Sie ist zu Lieben sowie zu Piepen. Und zwischen diesen zwei Polen balanciert sie geschickt. Man möchte sagen, dass Lalková als das legendäre Sexy-Symbol mit den Initialen MM auf der Bühne existiert. Sie imitiert sie ein bisschen, doch sie ahmt sie nicht nach, was sie in dem berühmten Song Nur dich will ich lieben (I Wanna Be Loved By You ) perfekt zeigt.
Zu den Vorteilen der schwarzweißen Inszenierung in Brno kann man auch die Zeichenausstattung von Jaroslav Milfajt und Petr Hloušek zurechnen. Mit den Stufen dieser zwei Farben arbeiten auch die Kostüme von Andrea Kučerová, die bei Josefina und Dafné absichtlich übertrieben sind, was Muster und Schnitte betrifft. Den Schwung gibt dem Ergebnis auch die Choreographie von Vladimír Kloubek, die z.B. Stepptanz bei den Mafiamitgliedern verwendet.
Die Theaterrückkehren zu legendären Films haben oft Geschmack der logischen Unnachahmbarkeit des Filmmediums. Bei Sugar!  in Brno ist doch dieses Problem nicht aktuell. Es half dazu der einfallsreiche schwarzweiße Konzept, der seine Faszination durch das Original nicht verbirgt und gleichzeitig sich aus diesem anerkannten Spiel ein bisschen Spaß macht. 
 

Sugar wird schon zum vierten Mal von Ovationen begleitet

Jiří P. Kříž 8. Februar 2011 zdroj Právo

Von den Ovationen wird das Musical Sugar! des Regisseurs Stanislav Moša begleitet. Zum vierten Mal. Diesmal im Stadttheater Brno, vorher im slowenischen Ljubljana, deutschen Bautzen und in Prag im Theater Pod Palmovkou. Nur wenige Musicals sind solche Wette auf die Sicherheit wie Sugar! Peter Stone schrieb das Libretto nach dem Film von Wilder und Diamond. Dank den glücklichen Sternen traf sich Stone mit dem Musikanten Jule Styn und mit dem Texter Bob Merrill – und so entstand dieses wahnsinnige Musical aller Musicals.
Groteske und ComicstripNur schwierig würden wir jemanden finden, der niemals von der Sexy-Sugar in der Darbietung von Marilyn Monroe und von den berühmtesten Männerkreationen in weiblichem Kleid nicht aufgeregt wäre, wie sie in den Gestalten von Josefina und Dafné durch Schmierenmusikanten Joe und Jerry – also Tony Curtis und Jack Lemmon – dargestellt wurden. Einfache Idee: am Ende der 50er Jahre die schon zwanzig Jahre tote stumme Groteske wieder beleben und auf dieser die Situationskomödie aufbauen. So entstand die Unsterblichkeit von Wilder. Kein Wunder, dass Stone und Styne dreizehn Jahre später für sie ihren Platz in der Musicalversion (1972) fanden.
Moša mit den Bildnern Jaroslav Milfajt und Petr Hloušek lösten genial das Problem, wie das ausgedehnte Broadway-Musical auf die Kammer-Schauspielszene zu bringen. Sie verwandelten die Groteske in einen Comicstrip – sie malten Gangster, Mitglieder des Orchesters der Süßen Sue, Menschen auf dem Strand zu. Direkt auf die durch amerikanische Retusche gemachten Kulissen. Der bildnerischen Auffassung entsprechen genial die schwarzweißen Kostüme von Andrea Kučerová. Eine andere Delikatesse – Choreographie von Vladimír Kloubek. Mit dem Libido der exzellenten Stepptanznummer der Gangster (Sagher, Novotný, Przebinda, Brychta, Matěj). Sonst sind sie friedliebende Schurken, weil z.B. die legendäre tot bringende Schnellfeuerszene mit der Geburtstagstorte unter dem freundschaftlichen Motto Wir begrüßen die Delegaten des zehnten Jahrestreffens der Freien italienischen Oper geführt wird. Gottfälligkeit wie in der Politik.
 
Wenn Menschen nicht fehlen
In der Monroe-Sugar! alternieren Mária Lalková mit Ivana Skálová, in der Rolle von Joe (Josefine) tobt Roman Vojtek oder Petr Štěpán, ausgezeichneter Jerry (Dafné) wird von Milan Němec und Aleš Slanina dargestellt. Ein Millionär zum Küssen, Sir Osgood Fielding, ist Jan Apolenář und noch mehr hochzeitssüchtiger Jan Mazák. In der Inszenierung Manche mögen`s heiß gibt es keine kleinen Rollen. Die süße Sue wird von Pavla Vitázková und Lenka Janíková dargestellt, der beinahe blinde Bienstock dann von Michal Isteník.

Sugar ist perfekt!

Naděžda Parmová und Jaroslav Parma 1. Dezember -1 zdroj Zeitung der Städte Blansko und Boskovice Nr. 2/2011

Sugar ist perfekt!
Wer würde den Schlusssatz „Niemand ist perfekt“ aus dem amerikanischen Film aus dem Jahre 1959 Manche mögen´s heiß? nicht kennen? Wir finden in ihm Spannung, zauberhafte Atmosphäre der Tournee einer Mädchenkapelle in einem Ferienort in Florida, Gags. Es ist vielleicht unnötig die Handlung und berühmte Szenen zu erinnern, und so werden wir lieber etwas aus der Historie erwähnen.
Die Unterlage dafür ist eine wirkliche Geschichte vom 14. Februar 1929, wann der Mafiamitglieder Al Capone sich von einigen Männern aus dem konkurrierenden Gang befreien wollte. Dieser Gang wurde von Bugs Moran geführt und die Aktion „Massaker am Tag des heiligen Valentin“ wurde in den Garagen durchgeführt, wo zu den Zeugen der Morden Joe und Jerry wurden. So etwas kennen wir schon, wir müssen doch noch die Filmnamen der Mafiamitglieder präzisieren – Gamaschen Colombo und Zahnstocher Charlie.
Die Musikanten müssen verschwinden – sie werden zu Geächteten. Ein gutes Versteck wäre in der Umgebung einer Mädchenkapelle, es bedeutet doch Verkleidungen, mehrere Kleider, Stöckelschuhe und andere Stimme. Es ist aber Sugar hier, und sie hilft, was ihr ihre Kräfte reichen. Die berühmte Rolle von Marilyn Monroe sieht einfach und fabelhaft aus. Aber nach den Zeugenaussagen ihrer Kollegen und des Stabs war es ein Horror. Unpünktlich, unvorbereitet und mit dem Alkoholspiegel immer über die Null. Darüber hinaus das dreimal höhere Honorar als bei den anderen Hauptrollen. Aber wenn wir ihre Leistung im Film sehen, ist alles vergessen und wir sind begeistert.
Ist es überhaupt möglich, das Alles auf die Bühne zu übertragen? Sicher. Seit 1972 wurde der Film in einer Musicalbearbeitung auf Broadway aufgeführt, wo er 505 Wiederaufführungen vermerkte, man konnte ihn auch auf West End in London sowie in der ganzen Welt sehen. Der Regisseur Stanislav Moša schuf seine eigene Musicalbearbeitung, die er wieder dem Film annährte – mit dieser Aufführung hatte er auch im slowenischen Ljubljana, im Prager Theater Divadlo pod Palmovkou und im deutschen Bautzen großen Erfolg. Zum Glück für uns brachte er das Musical Sugar! auch auf seine heimische Szene, ins Stadttheater Brno, und zwar auf die Schauspielbühne um die Kammerumgebung hervorzuheben und die Gesamtwirkung zu betonen.
Eine Merkwürdigkeit ist die farbige Stimmung der ganzen Musicalumgebung – fast alles ist schwarzweiß – Kulissen, Kostüme, mit Farbe sind nur bestimmende Details hervorgehoben – zum Beispiel rote Rose bei bekanntem Tango von Dafne und Sir Osgood.
Das Stück steht uns nahe auch deswegen, dass die Musikbegleitung durch das Orchester unter der Führung des neuen Chefdirigenten Ondřej Tajovský gesichert ist, in dem auch die Musikanten aus Boskovice spielen. Die einfachen schwarzweißen Kulissen im Stil der Comiczeichnungen bilden die Atmosphäre der gespielten Szenen perfekt nach und mit ihrer Hilfe können wir uns unter verschiedenen Schauplätzen einfach verlagern.
Für jeden Schauspieler ist es vielleicht sehr kompliziert, eine Rolle, die die Zuschauer aus Fernseher oder Film notorisch kennen und mit der sie die Figur und Stimme eines Schauspielers verbinden, auf der Bühne zu spielen. Ich muss doch zugeben, dass bei der zweiten Premiere gelang es allen Schauspielern, ihre Rollen völlig ausgezeichnet darzustellen und manchmal sogar besser als im Filmoriginal. Das Musical hat Schmiss, ist voll von Aktionen, es geschieht immer etwas und bewundernswert sind vor allem die Hauptgestalten von Joe und Jerry, alias Josephine und Dafne. Bei der zweiten Premiere spielte die Rolle von Josephine Petr Štěpán (Alternierung Roman Vojtek) und jene von Dafne Aleš Slanina (Alternierung Milan Němec). Es ist schwierig die besten Schauspieler auszuwählen, uns gefielen am meisten Jan Mazák in der Gestalt von Sir Osgood Fielding und Aleš Slanina als Dafne.
In der Rolle der zerbrechlichen Blondine Sugar Kane können Sie Ivana Skálová oder Mária Lalková sehen. Die Mädchenkapelle wird von der Süßen Sue in der Darbietung von Lenka Janíková oder Pavla Vitázková dirigiert. Vergeblich versucht Bienstock in der Darbietung von  Michal Isteník, sie zu bewachen.
Ich kann Ihnen nur empfehlen, die Inszenierung Sugar! zu besuchen, also wenn es Ihnen gelingen wird, Eintrittskarten zu bekommen. Alle Vorstellungen sing jetzt hoffnungslos ausverkauft.
,

Newsletter

Partners

Tento web používá k poskytování služeb a analýze návštěvnosti soubory cookie. Používáním tohoto webu s tím souhlasíte. Více informací