Stanislav Moša

Stanislav Moša

Der Regisseur und Direktor des Stadttheaters Brünn, Texter und Librettist wurde 1965 in Nový Jičín (Neutitschein) geboren.

Nach Abschluss des Gymnasiums studierte er zuerst die Fachrichtung Musik/Drama am Staatlichen Konservatorium in Ostrau und anschließend die Schauspielregie an der Janáček-Akademie der darstellenden Künste (JAMU) in Brünn. Nach dem Hochschulabschluss begann er im Jahr 1983 seine künstlerische Laufbahn als Regisseur im damaligen Brüder-Mrštík-Theater. 1984-1994 war er an der JAMU in Brünn pädagogisch tätig; zur gleichen Zeit leitete er als künstlerischer Leiter drei Jahre das Schauspielstudio der JAMU „Marta“. 1990 wurde er künstlerischer Leiter des Brüder-Mrštík-Theaters, zwei Jahre später dann Direktor des Stadttheaters Brünn.

Als Regisseur hat er auf seinem Konto über anderthalb hundert Inszenierungen nicht nur auf tschechischen Bühnen, sondern auch im Ausland (Deutschland, Italien, Slowenien, Slowakei, Kroatien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweiz). Neben der Regie von Schauspielen (z.B.: A. Casona: Das Haus der sieben Balkone und Die Morgenfrau, J. Schmidt: Dreizehn Düfte, J. Bouček: Nacht der Hirten, B. Hrabal: Der zarte Barbar, A. Jirásek: Die Laterne, N. V. Gogol: Der Revisor, S. Shepard: Sinnestäuschung, V. Nezval: Manon Lescaut, E. Rostand: Cyrano de Bergerac, W. Shakespeare: Romeo und Julia, J. Hašek: Die Abenteuer des braven Soldaten Schweik, W. Shakespeare: Heinrich VIII. und Der Kaufmann von Venedig, Richard Bean: Honeymoon Suite, Mitterer: In der Löwengrube, Sophokles: Oidipus Rex, A. P. Tschechow: Drei Schwestern, Onkel Wanja, M. Kundera: Jacques und sein Herr, S. Mawer: Der Glasraum) widmet er sich auch der Musicalregie. So inszenierte er im Stadttheater Brünn unter anderem die Musicals Hair, West Side Story, Oliver!, Fame, My Fair Lady, Sommernachtsträume, Radúz und Mahulena, Babylon, Eine Welt voller Engel, Koločava, Jesus Christ Superstar, Josef und sein wunderbarer bunter Mantel, Evita, Die Hexen von Eastwick, Die Schöne und das Biest, Les Misérables, Chicago, Frühlings Erwachen, Vogelspiel nach Aristophanes, Die Päpstin (Premiere: 2011, Fulda, Deutschland), Blutbrüder, Das Fegefeuer, Timm Thaler (Premiere: 2013, Darmstadt, Deutschland), Cats, Flashdance, My Fair Lady und Titanic – Das Musical (Premiere in Walenstadt, 2014 a 2015, Schweiz), Ghost, Blutbrüder (Premiere: 2014, Meiningen, Deutschland), Johnny Blue.

Stanislav Moša ist allerdings auch ein hervorragender Autor; als Librettist und Texter arbeitet er vor allem mit Zdenek Merta und Petr Ulrych zusammen. Als Schauspielautor verzeichnete er den größten Erfolg mit seiner eigenen Dramatisierung des Romans von Ivan Kříž Die Wahrheit vom Untergang Sodoma‘s. Im Musicalbereich realisierte er bereits zahlreiche interessante Projekte – mit Zdenek Merta die Sommernachtsträume (1991), das Bühnenoratorium Bastard (1993), die Musicaloper Babel (1998), das Musical Eine Welt voller Engel (2000), das Märchenmusical für Kinder Der Wundergarten (2004) und zwei Teile der musikalischen Trilogie Die Schicksalskomödie – Die Hölle (2008) und Das Fegefeuer (2013). Zusammen mit Petr Ulrych schrieb er die Musicalballade Radúz und Mahulena und das Musical Koločava (2001), bei dem er sich von Motiven der Geschichten über den Räuber Nikola Schuhaj inspirieren ließ. Zu den weiteren Werken des Autorenpaars zählen Mai (2004) nach Motiven des romantischen Dichters Karel Hynek Mácha, und im Jahre 2007 wurde das musikalische Opus Markéta Lazarová (2007) inszeniert. Mit Miloš Štědroň schrieb er das Spiel über Liebe, Tod und Ewigkeit… (1998). Zusammen mit Zdenek Merta bereitete er für Aufführungen in der Brünner Sporthalle „Rondo“ und auf der Prager Burg das Mega-Projekt der Mass (Messe) von Leonard Bernstein (1997 a 2001) mit mehr als 300 Mitwirkenden. Die Staatsoper Prag führte im März 2005 unter der Regie von Stanislav Moša die Oper La Roulette von Zdenek Merta, für die Moša selbst das Libretto schrieb. Im Jahr 2010 präsentierte er in der Brünner Halle „Rondo“ das monumentale Oratorium Johanna auf dem Scheiterhaufen von Arthur Honegger.

Stanislav Moša setzte sich maßgeblich für die Verwirklichung der Idee, eine Musikbühne als zweite Bühne des Stadttheaters Brünn aufzubauen, ein. Die feierliche Eröffnung der Musikbühne fand am 2. Oktober 2004, und die Bühne ist mittlerweile zum unverzichtbaren Bestandteil der Brünner Theaterkultur geworden.

Stanislav Moša ist auch der Laureat mehrerer bedeutender Auszeichnungen und Preise. Im Jahr 1992 erhielt er für das Musical Sommernachtsträume den Preis des Tschechischen Musikfonds. 1996 wurde ihm der Preis der Stadt Brünn für das Stadttheater Brünn überreicht. In Maribor (Marburg, Slowenien) wurde er für seine Regie des Musicals Cabaret mit dem Preis für ästhetischen Durchbruch geehrt. Die Regie des Musicals Frühlings Erwachen wurde im Jahr 2010 mit dem Preis der Internetzeitschrift Divadelní noviny ausgezeichnet. In der Umfrage „Brno TOP 100“ wird er für seine Arbeit alljährlich als eine der bedeutenden Persönlichkeiten Brünns gewürdigt. Zu seinen letzten Auszeichnungen gehören der angesehene Preis der Tschechischen Wirtschaftskammer und der Orden „Goldener Lorbeer“. Im Mai 2013 erhielt Stanislav Moša für sein erfolgreiches künstlerisches Lebenswerk die Auszeichnung der Agentur für Theater, Literatur und Audiovisuelles (DILIA).

Die Schöne und das Biest

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Režijní koncepce

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Die Päpstin

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DER GLASRAUM

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König Lear

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TITANIC

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DER GEIZIGE

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Chaplin

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Koločava

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