The Last Ship

The Last Ship

  • Genre Musical
  • Bühne Musikbűhne
  • Premiere16. Februar 2019
  • Vorstellungsdauer2:50 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen38
  • Preis 540 - 580 Kč

Musicalisches Theater Hit

Autor der Musik und der Songtexte dieses bemerkenswerten Musicalprojekts ist Gordon Matthew Thomas Sumner, den die Welt weit eher unter seinem Künstlernamen Sting kennt. Der englische Musiker und Gelegenheitsschauspieler, in den Siebziger- und Achtzigerjahren Leadsänger der Rockband The Police, begann 1985 seine Solokarriere und hat seither deutliche Spuren in der Musikgeschichte hinterlassen, wo er sich quer durch alle Genres bewegt.  

Im Jahr 2013 schrieb er sein erstes, sehr persönliches Musical, in dem er aus seinen Kindheitserlebnissen in der englischen Küstenstadt Wallsend schöpft, die für ihre Werften bekannt war. Das Leben in dieser Stadt drehte sich stets um die Werften, wo hart arbeitende Männer mit stolzgeschwellter Brust ebenso stolze Hochseeschiffe montierten. Das Musical The Last Ship zeigt die kollektive Stärke der hiesigen Gemeinschaft angesichts des nahenden Endes der Schiffbauindustrie, die hier eine sehr lange und große Tradition hatte und die Gesellschaft dieses Landstrichs formte. Gleichzeitig wird die romantische Geschichte von Gideon Fletcher erzählt, der von einer anderen Zukunft träumt und um die Welt reisen möchte. Gideon lässt sein Leben und seine Liebe zurück, um bei seiner Rückkehr vierzehn Jahre später die Werften in einer tiefen Krises. Ihm wird bewusst, dass er mehr verloren hat, als er sich je vorstellen konnte.

Seine offizielle Broadway-Premiere hatte das Stück am 26. Oktober 2014 im Neil Simon Theatre. Das Musical enthält mehr als zwanzig Musiknummern, darunter zumeist neue Songs, aber auch einige schon früher geschriebene Kompositionen wie Island of Souls und All This Time aus dem Sting-Album The Soul Cages von 1991, den Song When We Dance von der 1994 erschienenen Platte Field of Gold oder die Komposition Ghost Story aus dem Album Brand New Day von 1999.

Am Szenario beteiligten sich zwei bekannte Autoren – John Logan, der unter anderem die Drehbücher zu den Filmen Gladiator, Skyfall oder Sweeney Todd geschrieben hat, und Brian Yorkey, der für das Libretto des Musicals Next to Normal mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, unserem Publikum dagegen vor allem als Autor von Freaky Friday bekannt ist. Yorkey äußerte sich über Stings Musik: „Auch wenn es beim ersten Hinhören ganz klar Sting ist, ist es gleichzeitig eine sehr dramatische Musik. Das ist nicht nur Popmusik, die im Theater aufgeführt wird.“

Das Musical The Last Ship erhielt 2015 zwei Nominierungen für die Tony Awards. Bei uns wird es unter der Regie und in der Übersetzung von Stanislav Moša als tschechische Premiere auf die Bühne kommen.

Autor

  • Sting
  • Lorne Campbell
  • John Logan
  • Brian Yorkey

Regieassistent

Übersetzung

Dramaturg

Musikeinstudierung

Chorleiter

Choreographie

Sound Direction

  • Martin Pitzmos

Licht

  • David Kachlíř

Sound supervision

  • Andreas Brüll

Projektion

  • Petr Hloušek

Musikarrangement

  • František Šterbák

Umělecký záznam a střih představení

  • Dalibor Černák

Poster

  • Tino Kratochvil

Produktion

  • Zdeněk Helbich

EIN LABYRINTH DER GESCHICHTEN UND EIN PARADIES DER MUSIK

Patrick Fridrichovský 1. Juli 2019

(…) Ein Theater voller Musik. (…) Dieses Versprechen ging der Inszenierung von Stings Musical The Last Ship schon lange voraus. (…) The Last Ship ist ein Musical, das vor allem einfühlsameren und nachdenklicheren Naturen unter die Haut geht. Jenen, für die ein Musical mehr ist also nur eine bloße Ablenkung von den Sorgen des Alltags. Kaum ein anderes Musikdrama arbeitet mit so vielen erzählerischen und emotiven Ebenen. (…) The Last Ship taucht in eine weitaus dunklere Tiefe der Emotionen hinab, es zeigt die faktischen Folgen der Wirtschaftsreformen von Margaret Thatcher mit dem düsteren Blick des damals heranwachsenden Sting. Auch deshalb werden die Themen der allgemeinen Wirtschaftskrise, des Arbeitsplatzverlustes, der Zerrüttung des familiären Zusammenhalts nicht in der für Musicals üblichen „unterhaltsamen“ Weise angegangen. (…) Klapperzahns Wunderelf hat wohl jeder noch in Erinnerung. (…) Das Autorentrio Slovák – Šotkovský – Štěpán hat es einfach drauf, auf der Brünner Bühne Stimmung zu verbreiten. Dieses Lob muss ihnen gleich zur Einführung gemacht werden. Und die Klapperzahn-Poetik ist wirklich ein Material, dessen Bearbeitung einfach Spaß machen muss. (…) Zur Ehre der genannten Herren muss gesagt werden, dass es ihnen sehr gut gelungen ist, die Dramatisierung mit den ursprünglichen Dialogen und den witzigen, geradezu an Poláček erinnernden Songtexten abzustimmen. (…) So hat eine lockere Musikkomödie das Licht der Welt erblickt. Gerade so eine, zu der man an einem Sonntatnachmittag die ganze Familie samt den bereits theatergewöhnten Kindern mitnehmen kann. Alles im Sinne von „hier ein bisschen Unterhaltung, dort ein wenig dazugelernt“. Die Liebe zum Fußball wie zu den Menschen ist nämlich durch Herrn Poláček stets garantiert! (…)

 

ÜBER DEM GESETZ DER POLITIK STEHT DAS GESETZ DER MENSCHLICHKEIT

Milan Uhde 13. Juni 2019 zdroj Tvar

Das Musical The Last Ship (…) habe ich anlässlich der Premiere am 15. Februar im Stadttheater Brno gesehen. (…) Mich faszinierte Stings einzigartiger, reicher und fantastischer Stil, wie er aus der Poetik von Jazz und Rock ebenso schöpft wie aus alten  irischen Balladen. (…) Neben dem üblichen Typus des politischen Theaters, wo eine bestimmte gesellschaftliche Position gegenüber anderen favorisiert wird, gibt es auch Inszenierungen, die in einem höheren Sinne engagiert sind: sie zeigen Ereignisse und Helden, die in eine Sphäre gehören, welche Tragödien vorbehalten ist, genauer gesagt Situationen, die eine Katharsis darstellen und besingen, als ein Handeln, welches ungeachtet seines praktischen gesellschaftlichen Erfolgs ein ethisches Motiv verkörpert, welches grundlegender als die Motive des Rechts und des Gesetzes, geschweige denn der Wirtschaft sind. Überraschend war für mich, dass eine solche Thematik in einem Musical behandelt wird. Dieses stellt damit eine seltene Ausnahme inmitten der kommerziell erfolgreichen Produktionen meist überseeischer Provenienz dar. Sting (…) stützt sich in The Last Ship auf konkrete Erlebnisse aus seiner Kindheit. Das Stück reifte über eine lange Zeit und hat schließlich eine gewisse schicksalhafte Gültigkeit gewonnen, mit der kaum ein anderes Musical aufwarten kann. (…) Das Schiff hat den Hafen verlassen und nicht nur das Publikum, sondern auch mich davon überzeugt, dass unabhängig von jeder juristischen Bewertung die verzweifelten, aber auch stolzen und beharrlichen Streikenden die moralische Pflicht hatten, so zu handeln, wie sie handelten. Ihr vergebliches Handeln steht auf einer Ebene mit der ritterlichen Entschlossenheit einstiger Adliger, den Kampf fortzusetzen, auch wenn er bereits verloren war. Regisseur Stanislav Moša schreckte in diesem Geiste nicht vor Pathos zurück, und die ausgezeichneten Schauspieler und Sänger, allen voran Lucie Bergerová als Meg Dawson, Dušan Vitázek als Gideon Fletcher und Dagmar Křížová als ihre Tochter Ellen, erreichten in ihren Rolle eine eindringliche Wirkung. Herausragend war das monumentale, doch zivil gehaltene Bühnenbild von Christoph Weyers, und auch das von Dan Kalousek geleitete Orchester wusste das Publikum zu begeistern. (…)

 

STINGS LETZTES SCHIFF GING IN BRNO VOR ANKER

Iva Bryndová 19. April 2019 zdroj www.musical.cz

Am 16. Februar 2019 erlebte das Musical The Last Ship auf der Musikbühne des Stadttheaters Brno seine Premiere  (…) Das Stärkste, was das Stück an sich zu bieten hat, ist eindeutig Stings Musik – balladenlastig, mit irischen Motiven, nicht eindeutig einschmeichelnd, aber doch eine Musik, an die man sich als Zuschauer auch noch nach einigen Tagen gern erinnert. (…) Das Musical The Last Ship ist wirklich opulent – vom Bühnenbild wie von den Kostümen her, aber auch durch seine Besetzung. Auf der Bühne präsentieren sich in größeren oder kleineren Rollen rund dreißig Schauspieler und Sänger. Zu den markantesten Rollen gehört natürlich jene des Gideon Fletcher, der ursprünglich als junger Bursche auftritt (gespielt von Marco Salvadori), dann jedoch vor allem als gereifter Mann, der nach siebzehn Jahren in seine Heimatstadt zurückkommt, um nach seiner einstigen Liebe Meg zu suchen. Diese zwei sind zusammen mit ihrer Tochter Ellen die Hauptfiguren der Liebesgeschichte in diesem Stück, und Dušan Vitázek, Radka Coufalová als Meg und Viktória Matušovová als Ellen haben in der von mir besuchten Vorstellung eindeutig die stärksten Leistungen gezeigt. (…) Weitere markante Figuren sind die Werftarbeiter – der überwiegend in Versen sprechende und Gedichte zitierende Adrian, gespielt von Lukáš Janota, der von Jakub Uličník dargestellte Alkoholiker Davey, Zdeněk Junák als Vorarbeiter Jackie White, Jana Musilová als seine Ehefrau Peggy oder Stanislav Slovák als seiner rechte Hand Billy. (…) Die Massenszenen wie etwa der Stapellauf des Schiffes oder der Streik sind ungemein suggestiv: einerseits geben sie der Handlung ihren speziellen Reiz, indem sie ein geschlossenes Kollektiv zeigen, das um sein Überleben kämpft, andererseits belegen sie auch, wie gut alle Ensemblemitglieder aufeinander eingespielt sind. (…) Stanislav Moša hat nach einem Musical gegriffen, in dem er zeigen kann, wie stark und geschlossen sein Ensemble ist, und mit dem er gleichzeitig die Fähigkeit des Stadttheaters Brno demonstriert, ein großes, opulentes Musical auf die Bühne zu bringen, und das mit der für diese Bühne inzwischen schon selbstverständlichen Professionalität. (…)

 

STINGS SOZIALE ADER PROVOZIERT WIEDER EINMAL

Jiří P. Kříž 22. Februar 2019 zdroj Právo

(…) Der Regisseur hat ein bewährtes Team herangezogen. Das Bühnenbild mit einer von Werftkränen dominierten Industrielandschaft, den Interieurs von Arbeiterkneipen und der tristen Brandung als Untermalung ist das Werk von Christoph Weyers. Zur Perfektion bringen dieses Erlebnis für alle Sinne die Projektionen von Petr Hloušek. Zu der künstlerischen Darstellung aus einem Guss tragen auch die Kostüme von Andrea Kučerová bei. (…) Durch ihren perfekten Vortrag überzeugen Radka Coufalová (Meg), Dušan Vitázek (Gideon) und auch Dagmar Křížová (ihre Tochter Ellen). Herausragende Leistungen in ihren umfangreichen und anspruchsvollen Auftritten zeigen auch die Doyens Zdena Herfortová (Peggy White) und Ladislav Kolář (Jackie White). The Last Ship gehört zu den herausragendendsten Musicalinszenierungen der letzten Jahre. Das Publikum darf sich auf ein besonderes Erlebnis einstellen.

 

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