Eine Nacht auf Karlstein

Eine Nacht auf Karlstein

  • Genre Musical
  • Bühne Musikbűhne
  • Premiere22. Juni 2014
  • Vorstellungsdauer2:00 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen72
  • Preis 620 - 660 Kč

legendäres tschechisches Musical

Das originelle Lustspiel von Jaroslav Vrchlický, nach dem später auch der berühmte Film entstand, fand 1884 im Nationaltheater statt und bald wurde es sehr beliebt. Noch größer wurde sein Ruhm nach 1973, wann Zdeněk Podskalský die gleichnamige Film-Musikkomödie  drehte, die schon ein Bestandteil des goldenen Fonds der tschechischen Kinematografie ist. Es ist gar nicht wichtig, dass die Verwicklung, dass der Besuch von Karlstein allen Frauen verboten war, nur eine Legende ist. Die Urkunde aus dem Jahr 1357, durch die Vrchlický wahrscheinlich inspiriert war, sagt nur: „Es wird verboten, dass jemand mit einer Frau, auch wenn sie seine gesetzliche Frau ist, im Turm der Burg Karstein, in dem sich die Kapelle befindet, liegt oder schläft.“ Die einzige Restriktion betraf also nur die heilige Kapelle des Heiligen Kreuzes, sonst war die Burg den Frauen offen. Die beliebten Geschichten müssen doch keine wahre Grundlage haben… Die romantisch idealisierte und fröhliche Geschichte aus dem Leben des Vaters der Heimat wurde dank der Filmbearbeitung mit solchen schauspielerischen Persönlichkeiten wie z.B. Vlastimil Brodský, Waldemar Matuška, Miloš Kopecký, Karel Höger, Jana Brejchová oder Jaroslav Marvan unsterblich; für den letztgenannten war die Rolle des Burggrafen seine letzte Filmarbeit. Eine Garantie der Attraktivität für die Zuschauer sind auch die heute schon volkstümlich gewordenen Lieder mit den Melodien von Karel Svoboda. 

Autor

Regieassistent

Dramaturg

Musikeinstudierung

Choreographie

Choreographieassistent

  • Tereza Škodová

Licht

  • David Kachlíř

Produktion

  • Zdeněk Helbich

Asistentka kostýmní výtvarnice

  • Klára Čoupková

Theatrical backdrop projections

  • Petr Hloušek, Dalibor Černák

Sound Direction

  • Milan Vorlíček

Karel IV., císař římský a král český

Eliška, jeho manželka

Štěpán, vévoda bavorský

Petr, král cyperský a jeruzalémský

Arnošt z Pardubic, arcibiskup pražský

Ješek z Wartenberka, purkrabí na Karlštejně

Pešek Hlavně, číšník císařův

Jitka, Eliščina družka

Blanka, Eliščina družka

Velitel stráže

EINE NACHT AUF KARLSTEIN UNTER DER ST.-PETER-UND-PAUL-KATHETRADLE IN BRNO

Peter Stoličný 14. Juli 2014 zdroj www.musical-opereta.cz

Jetzt bekamen die Inszenatoren auf dem Bischofshof in Brno ihre Gelegenheit. Eine ziemlich robuste Tribüne für beinahe 700 Zuschauer ist seit der Prämiere am 22. Juni bei jeder Wiederaufführung voll. Die Umgebung ist für die romantische Komödie aus längst vergangener Zeit wirklich ideal. Der Hintergrund wird durch die bis zum Himmel ragende, wunderschöne und schön beleuchtete gotische St.-Peter-und-Paul-Kathedrale dargestellt. Der szenische Horizont des Renaissance-Bischofshofs wird durch die weißen Arkadenbögen der Loggien gebildet, die zu einem idealen szenischen Element wurden. Sie wurden von dem Bildner Jaroslav Milfajt und Lichtzauberer David Kachlíř ausgenutzt und es gelang ihnen die dreidimensionale Kapelle der Heiligen Katherine so wirklich zu schaffen, dass die Zuschauer den Atem anhalten. Der Regisseur der Vorstellung Igor Ondříček nutzte den ganzen Raum des Bischofshofs, einschließlich der zentralen Barock-Statuengruppe des Merkurbrunnens von Ignatius Bendel geschickt aus.

Ein getrenntes Kapitel sind schauspielerische Leistungen sowie Gesangleistungen der Hauptprotagonisten. Es ist nicht einfach Vergleich zu machen. Den zyprischen König Waldemar Matuška wurde hier von Jiří Mach dargestellt. Wunderschöne Stimme und mehr vollblütige schauspielerische Kunst als jene von Matuška machte aus ihm genau jene richtige Gestalt, die vielleicht auch an Zdeněk Podskalský im Himmel Freude macht. Die Königin Elisabeth von Pommern wurde von Hana Holišová sehr empfindlich gespielt und gesungen und sie kann bedenkenlos mit Jana Brejchová verglichen werden. Und der König Jaroslav Matějka war ganz sicher mehr statuenhaft und energisch als Vlastimil Brodský im Film. Sein Karl IV. war ein bisschen lieb machtlos. Jener von Matějka war ein wirklicher europäischer König. Und so können wir unseren Vergleich fortsetzen. Es ist unglaublich, und vielleicht ist es Verdienst der live gespielten Vorstellung, aber alle Leistungen und die ganze Inszenierung können mit dem berühmten Film erfolgreich verglichen werden, und in vielen Hinsichten übertriffen sie ihn sogar. Ein einziger Vorwurf der Zuschauer kann die Mikroports betreffen. Die Beschallung der Open Air Szene ist ganz sicher notwendig, es fehlte doch eine Ausrichtung, mindestens jene grundlegende auf die linke und rechte Seite; die Zuschauer mussten so manchmal die Gestalt suchen, die gerade redete und sang. Vielleicht wird sich die Arbeit der Tonmeister auf diesen Detail zukünftig mehr konzentrieren.

Das Orchester des Stadttheaters Brno schuf unter der Leitung von Karel Cón einen wirklich hochwertigen Musikhintergrund, der den Raum des Bischofshofs völlig respektiert. Und so auch der Gesang tönte schön mit, wofür alle jene gelobt sein sollen, die für die Unisono der Mikroports kritisiert wurden.

Noch ein Inszenierungsdetail ist für die Künstler des Stadttheaters Brno typisch. Es sind die spontanen Massenszenen, in denen man trinkt, singt, tanzt und fechtet. Es belebt gut die Atmosphäre, vor allem wenn man zu fechten weiß. Danach strebt ständig und erfolgreich einer der Schauspieler des Theaters und der Fechter des historischen Fechtens, Josef Jurásek.

Eine Nacht auf Karlstein, auch wenn im Bischofshof mit dem Hintergrund der gotischen Kathedrale gespielt, ist eine gelungene Serie von Open Air Theatervorstellungen, die bei uns nicht viele sind. Es würde ihr sicher auf einem Schloss oder auf der Prager Burg passen. Aber wann?  Die ganze Theatersaison lang machen diese Künstler die Vorstellungen auf ihren zwei Mutterbühnen und sie müssten noch ein paar Leben dazu haben… So was würden wir ihnen herzlichst wünschen.

 

DIE GESCHICHTE AUS KARLSTEIN UNTER DER ST.-PETER-UND-PAUL-KATHEDRALE

Tomáš Hejzlar 9. Juli 2014 zdroj Haló noviny

Das Ensemble des Stadttheaters Brno entschied sich, die ständig besuchte, fröhliche Komödie unter freiem Himmel im Bischofshof in Brno vorzustellen. Die hiesige Umgebung nutzt es perfekt aus. Auf dem Horizont unter dem Sommerhimmel ist der beleuchtete Turm der historischen Kathedrale zu sehen, die umliegenden Balustraden bieten die Möglichkeit, die Spielfläche wie ein Panorama zu erweitern, mit funktionsmäßig verwendetem Lichtdesign und ergreifenden Videoprojektionen, insbesondere von jenen der Innenräume von Karlstein.

Obwohl der Regisseur der Sommervorstellung Igor Ondříček von der Filmversion des Musicals von Zdeněk Podskalský frei ausgeht, entwickelt er die Handlung ganz selbstständig und einfallsreich, in den Dimensionen, die ihm das Pleinair anbietet. Das gilt auch für die Schauspieler. Ihre Erfahrungen erlauben ihnen, sich in der Sommeratmosphäre von den üblichen Bühnengewohnheiten und Anforderungen perfekt zu befreien. Zum Erfolg der Vorstellung tragen sie mit ihren ausgezeichneten Leistungen bei. Die Hauptrolle des majestätischen, doch gütig wirkenden „Vaters der Heimat“ stellte  Jaroslav Matějka erfolgreich dar, seine Frau wurde von Hana Holišová dargestellt. Auch die Leistungen von allen anderen sind miteinander ausgewogen, doch individuell profiliert. Mit ihrem eigenartigen, flexiblen Ausdruck zog die Aufmerksamkeit der Zuschauer Andrea Březinová, deren Bewegungsausdruck ungewöhnlich wirkungsvoll ist. Eine ähnliche Gestalttypologie vermissen wir z.B. in der Prager Umgebung sehr.

 

 

WENN DIE BURG KARLSTEIN NACH BRNO UMZIEHT

Luboš Mareček 26. Juni 2014 zdroj www.echo24.cz

Das Stadttheater Brno bat die Musikkomödie Eine Nacht auf Karlstein in der romantischen Umgebung des Bischofshofs an. Die Theaterstücke werden hier schon mehrere Saisons aufgeführt und es ist klar, warum. Effektvolle Kulissen des wunderschönen historischen Hofs mit Renaissancearkaden und ergreifender Szenerie der schlanken gotischen Türme der Kathedrale von Brno scheinen für diesen Typ der Produktionen geschaffen zu sein.

Die Version des Stadttheaters Brno passt aus mehreren Gründen in den Bischofshof. Die Zuschauer sind sich wahrscheinlich nicht bewusst, dass dieser historische Raum schon im Jahre 1352, also nur vier Jahre nach der Gründung der berühmtesten Burg von Karl IV. nachgewiesen ist. Und es scheint, dass auch der Regisseur der neusten Bearbeitung dieser populären Musikkomödie und der erfahrene Musicalschauspieler Igor Ondříček diese Tatsache erinnern oder hervorheben will. Im Unterschied zu den früheren hiesigen Inszenierungen, z.B. zur historischen Freske Kyrill und Method  oder zur balladenhaften Inszenierung Koločava, ist es klar, dass diese Umgebung zum Titel auszeichnet passt und dass sie völlig auszunutzen ist.

Und Ondříček inszeniert vor den Augen der Zuschauer eine Ausstattungsinszenierung, in der wirklich überall, wohin der Zuschauer mit bloßem Augen sehen kann, gespielt wird, und darüber hinaus manchmal auch mit Eintritt der Schauspieler direkt aus dem Zuschauerraum. Hand aufs Herz. Wie möchten Sie ein Stück, dessen Lieder sowie schon längst volkstümlich gewordene Gespräche mehrere Generationen aufwendig kennen, für den Zuschauer merkwürdig gestalten. Hier muss man das Maximum aus den Räumen und aus den Schauspielern gewinnen. Und das alles ist in der Inszenierung in Brno völlig erfüllt.

Auf der Bühne, die ab der Mitte der Produktion im Dunkel steckt und erlaubt, ergreifende Dekorierung der Kapelle des Heiligen Kreuzes direkt auf die historischen Wände zu projektieren, wechseln mehr als dreißig Schauspieler miteinander. Die Ensemble-Szenen und Lieder wissen den Zuschauer gerade mit großer Menschenmenge hinzureißen. Im Kontrast zu frohem Jubel und Johlen der schauspielerischen Gruppe von Knappen stehen individuelle Leistungen, deren Darsteller nach mittelalterlicher Eleganz und Majestät sterben, was zu gewünschtem romantischem Nebel dieser Komödie beiträgt.

Den größten Verdienst daran hat Karl IV. in der Darbietung von Jaroslav Matějka, der seinen Herrscher mit viel Hochwürdigkeit, Besonnenheit, Weisheit, und Majestät darstellt. Der Star der Vorstellung ist doch Hana Holišová als seine Frau Elisabeth von Pommern. Diese außergewöhnliche Musicalschauspielerin weiß ihre Herrscherin mit Oberansicht zu genießen und ihre Sololieder wirken auf die Zuschauer wie ein Balsam.

Der ausgelassene Gegenpol des herrschenden Paars sind der Kellner des Kaisers Pešek und seine Geliebte Alena, wie sie von Aleš Slanina und Andrea Březinová dargestellt werden. Gerade diese Schauspielerin ist eine Erfrischung dieses berühmten Stücks, weil sie die Zuschauer mit ihrer schauspielerischen Verve direkt angreift, ohne in überspannte Krämpfe zu geraten.

Das Publikum weiß auch die Leistungen von Lukáš Janota und Jiříh Mach zu schätzen, die den bayrischen Herzog und zyprischen König darstellen. Besonders Jiří Mach ahmt den aus dem Filmhit bekannten Waldemar Matuška nicht nach. Über allen Mitwirkenden kann man sagen, dass sie in ihrer schauspielerischen Darstellung sowie Sängerdarstellung ihren eigenen Weg fanden.

Das ist auch die Devise der ganzen Inszenierung, die doch ihren Zuschauer schon vor der Prämiere fand. Elf Wiederaufführungen unter freiem Himmel sind schon vom Frühling ausverkauft. Der Hunger des Publikums nach dieser Musikkomödie ist sogar so groß, dass das Stadttheater Brno die Außenproduktion im Dezember unter dem Dach seiner Musicalarena aufführen wird. Vielleicht wird es die Inszenatoren nicht einschläfern, doch zu Professionalität veranlassen, wegen der die Zuschauer diese möglichst meist progressive Musicalszene bei uns besuchen.

 

EINE NACHT AUF KARLSTEIN IN BRNO WIE EIN ANGEHENMES RETRO-STÜCK

Kateřina Šebelová 24. Juni 2014 zdroj www.velkaepocha.sk

Die Autoren der in Brno aufgeführten Version entschieden sich, Eine Nacht auf Karlstein auf ihre eigene Weise zu bearbeiten und sie kopierten den Film nicht blind. Feine und geschmackvolle Ausstattungskostüme passen in die Handlung problemlos. 

In der Hauptrolle der Königin Elisabeth stellt sich die mit dem Thalia Preis geschätzte Hana Holišová vor. Der Gesang und die schauspielerische Kunst von Holišová enttäuschen nicht, sie weiß die charismatische Königin bei ihrer Krönung zu spielen, die Seele wie liebende Frau zu entdecken und in der Rolle der für einen Edelknaben verkleideten Königin zu bestehen. Problemlos besteht sie auch den meist erwarteten Augenblick des Abends, das Lied Er sagte, meine Liebe, das sie ganz natürlich singt, wobei sie das Charisma nicht vermisst.

Jaroslav Matějka in der Rolle des Königs Karl IV. war, mindestens für mich, eine angenehme Überraschung des Abends. Matějka, der nicht zu den üblichen Darstellern der Hauptrollen gehört, stellte seinen Karl IV. mit Scharm und Noblesse dar und es ist nur gut, dass er endlich mehr Raum bekam. Andrea Březinová in der Rolle der verrückten Alena macht Spaß, singt gut und bezaubert in der Szene, in der sie mit den Knappen tobt. Zdeněk Bureš in der Rolle von Ernst von Pardubice bewältigt mit seiner angenehmen Stimme die Rolle des weisen Geistlichen auch sehr gut. Auch Jiří Mach und Lukáš Janota, die den zyprischen König Peter und bayrischen Herzog Stefan darstellen, haben bei den Zuschauern Erfolg.

Was den Gesang und die schauspielerische Kunst betrifft, kann man dem Ensemble nichts vorwerfen. Die Company von Knappen in der ausgelassenen Nummer macht perfekten Spaß. Neben dem Gesang fehlen in der Inszenierung auch Fechtnummern und Jonglieren nicht, zu guten Einfällen  gehört die Szene, in der eine auf der Burg versteckte Frau gesucht wird, wobei die Schauspieler mit brennenden Fackeln herumlaufen. Darüber hinaus nutzen die Schauspieler den jeweiligen Raum auf das Maximum aus, sie bewegen sich unter den Zuschauern und arbeiten mit ihnen, was angenehm ist. Sie tragen so zu der angenehmen Atmosphäre bei.

 

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